Stichwort

György Konrad

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Magazinrundschau 20.09.2019 […] Der Soziologe Iván Szelényi (Prof. em. der Yale University) erinnert sich an den kürzlich verstorbenen György Konrád, dessen Coautor er bei dem Buch "Die Intelligenz auf dem Weg zur Klassenmacht" war. "Ich habe mich vor gar nicht so langer Zeit mit Gyuri unterhalten: ob das 'Intelligenz-Buch' ein liberales Buch gewesen sei. Ich sagte: nein. Am Anfang der 1970ern Jahre stand uns noch kein kohärenter […] der neuen Denkweise an. (…) Heute senst der Sensenmann in der Generation, die am Ende der 60er, Anfang der 70er eine neue Sprache suchte. (…) Ich trauere um die Pioniere jener Zeit, vor allem um György Konrád, der wohl am meisten für das tat, was wir heute als Systemwende in Ungarn bezeichnen. Doch ich trauere mehr um Gyuri, der mein Freund war. Es gibt zahlreiche geschichtsgestaltende Nationalhelden […]
Magazinrundschau 14.09.2019 […] Am vergangenen Wochenende starben zwei bedeutende Persönlichkeiten der Wendezeit: László Rajk, Architekt und Bühnenbildner sowie Mitbegründer der Liberalen Partei (SZDSZ), und der Schriftsteller György Konrád. Die Zeitschriften hatten noch keine Gelegenheit zu reagieren. Der Philosoph Gáspár Miklós Tamás, selbst eine prägende Figur der Wende schrieb über die zwei Persönlichkeiten auf dem unabhängigen […] n Online-Portal Mérce: "Als ich leidend und unsicher versuchte, etwas über meinen Freund, den vor einigen Tagen verstorbenen László Rajk zu schreiben, erreichte mich die Nachricht, dass auch György Konrád gestorben war. In letzter Zeit gingen viele aus unserer intellektuellen Generation, die so oder so gegen das 'realsozialistische' diktatorische System vor 1989 gestanden hatten, oder seelisch, we […]
Efeu 16.09.2019 […] György Konrád, 2013 (Bild: Lesekreis, CC0)Große Trauer um den Schriftsteller, Holocaust-Überlebenden und so widerspenstigen wie debattenfreudigen Intellektuellen György Konrád:  "Er war er ein ewiger Regimegegner", bringt Ralf Leonhard in der taz Konrads Leben auf den Punkt, "einer, der der Versuchung der Emigration widerstanden hat und seine intellektuelle Kraft im Inneren zur Wirkung brachte." Als […] jedoch nicht um eine selbstgerechte Scheidung der Menschheit in Opfer und Täter." Ein Aspekt, auf den auch der Schriftsteller Adolf Muschg in seinem großen FAZ-Nachruf zu sprechen kommt: "Wenn György Konrád ein Pathos hatte, dann das eigentümlichste, das man in seinen Büchern lesen muss, weil man es sich sonst nicht vorstellen kann: Er war kein Opfer. Er hatte überlebt, also musste und durfte er leben; […]