Stichwort

Narkomfin

4 Presseschau-Absätze
Efeu 21.09.2020 […] Moissei Ginsburgs restauriertes Narkomfin-Haus in Moskau. Bild: Ginsburg ArchitectsDer Moskauer Architekt Alexei Ginsburg hat das konstruktivistische, von seinem Großvater gebaute und halb verfallene Narkomfin-Haus restauriert und zu einem Block von Luxuswohnungen umgebaut, mit einem atemberaubenden Blick auf die Skyline. In der NZZ ist Inna Hartwich schon froh, dass er mehr als nur die Fassade übrig […] entwarfen das Wohngebäude Ende der 1920er Jahre im Auftrag des Volkskommissariats für Finanzen der Sowjetunion. Daher auch der selbst für viele Russen sperrige wie gewöhnungsbedürftige Name des Baus: Narkomfin. Es ist die Abkürzung fürs Volkskommissariat. Dessen hohe Beamte sollten hier Wohnraum finden, in zweckmäßigen, typisierten Zellen - lichtdurchfluteten Wohneinheiten von A bis F -, mit funktionalen […]
Efeu 14.03.2017 […] Berliner Immobilienentwickler die Passanten sonst so oft ins sinnliche Entzugskoma treiben." Selbst als halbe Ruine ist das Moskauer Narkomfin-Gebäude für Sonja Vogel in der taz noch eines der schönsten Häuser der Stadt und eine Ikone der Moderne sowieso. Narkomfin hat nämlich fünf Stockwerke, aber nur zwei Korridore, die eineinhalbgeschossigen Wohnungen sind nach oben und unten gekippt: "Gebaut wurde […] wurde das Gebäude mit Gemeinschaftsblock und 54 Duplexwohnungen von 1927 bis 1930 von dem Architekten Moisei Ginzburg für die höheren Angestellten des Kommissariats für Finanzen, kurz: Narkomfin. Es gilt als radikalste Umsetzung eines modernen Wohnkonzeptes. 'Diese Periode war die wichtigste der russischen Architektur überhaupt', sagt Alexei Ginzburg, der Enkel des Architekten und nun selbst Architekt […] Eigentümers. 'Aber bis heute gilt sie als die hässlichste.' In Russland hat der Konstruktivismus einen schlechten Ruf. Die stalinistische Diskreditierung der Avantgarde war so nachhaltig, dass, als Narkomfin 1931 bezugsfertig war, seine Zeit bereits vorbei war." (Foto: CC BY-SA 2.5) […]
Magazinrundschau 16.12.2010 […] Clementine Cecil fürchtet um eine Ikone des Konstruktivismus, das 1930 von Moisei Ginzburg gebaute Narkomfin-Haus in Moskau. Zur Hälfte gehört es dem Baukonzern Kopernik, der die heruntergekommenen Wohnungen an Künstler vermietet: "Auch wenn Narkomfin zu den Architekturdenkmälern gehört, wurde es nie restauriert. Seine Verwahrlosung wird bedrohlich: Wenn es zu mehr als 70 Prozent für baufällig erachtet […] Stadtregierung, der die zweite Hälft gehört, zeigt sich unkooperativ und hat Kopernik keine Erlaubnis zur Sanierung gegeben, als sie 2006 ihren Anteil erwarben. Im neuen Generalplan für Moskau, wird Narkomfin als Entwicklungsgebiet bezeichnet, was seine Angreifbarkeit noch unterstreicht. Es belegt Grundbesitz im Zentrum von Moskau, zwischen der amerikanischen Botschaft und einem neuen prächtigen Einka […]