Stichwort

Milo Rau

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Efeu 22.02.2021 […] Milo Raus "La Clemenza di Tito". Foto: Carole Parodi/Grand Théâtre de GenèveMilo Rau misstraut der Oper als bürgerlicher Kunstform. Wenn der Schweizer Theatermacher am Grand Théâtre in Genf Mozarts "La Clemenza di Tito" inszeniert, dann stellt sich Reinhard J. Brembeck in der SZ auf ein Höchstmaß an Verstörung und Hoffnungslosigkeit ein. Rau verlegt das Stück über den Herrscher, der auch Künstler sein […] Weltenraum umfassenden Mezzosopran, der fern aller Veräußerlichung selbst in den virtuosesten Tonkaskaden nur von Schmerz kündet, von Verzweiflung, Lebensflucht." FAZ-Kritiker Jan Brachmann sieht sich Milo Rau in der eigenen Kritik verfangen: "Sein Theater ist das Ausagieren eines performativen Selbstwiderspruchs. Indem er inszenatorisch den Stinkefinger ausfährt und sagt: 'Nimm dies, linksliberaler Spießer […] angreift, sich auf die Pharisäer-Brust schlägt und sagt: 'Gott sei Dank bin ich nicht wie diese konservativen Spießer, die in der Kunst immer nur eine Gegenwelt zum Alltag suchen', da schlägt sich Milo Rau auf die Pharisäer-Brust und sagt: 'Gott sei Dank bin ich nicht wie diese linksliberalen Spießer, die glauben, durch ihr politisches Kunstengagement einen Ablass von der sündhaften Gewalttätigkeit […]
Efeu 17.12.2020 […] 'Sie müssen wissen, dass Theaterleitungen höchst sensibel und nachtragend sind.'" Szene aus Milo Raus "The New Gospel". Foto: ©Fruitmarket Langfilm IIPM Armin SmailovicAngelehnt an Pasolinis "Das Evangelium nach Matthäus" und Rosis "Christus kam nur bis Eboli", erzählt der Schweizer Theatermacher Milo Rau in seinem Film "Das Neue Evangelium" die Geschichte von Jesus und seinen zwölf Aposteln. Gedreht […] Gedreht hat er in Matera, mit afrikanischen Migranten in Italien. "Es ist eine heillose Geschichte, keine Heilsgeschichte, die Milo Rau erzählt", schreibt Andreas Wilink ohne sich zu einem rechten Urteil durchringen zu können in der nachtkritik. "Er nimmt die Frohe Botschaft des Nazareners beim Wort und stellt sich in den Dienst der sozialen Revolte, für die Jesus - auch - stand, und einer Theologie der […] Propheten einer sozialen Revolution. Er heißt Yvan Sagnet, er stammt aus Kamerun ... Seine Apostel findet Yvan/Jesus unter den ausgebeuteten und rechtlosen Menschen, die sich mit 'Sklaven' vergleichen. Milo Rau begab sich bei den Dreharbeiten mitten hinein in die Auseinandersetzungen in Italien um den richtigen Umgang mit den Geflüchteten. Er hat bei Räumungen und Demonstrationen gefilmt, vieles an seinem […]
Efeu 30.05.2020 […] noch die Installation von Plexiglasscheiben, um das Auditorium mit 150 statt nur 50 Zuschauern füllen zu können." Hehren Forderungen der Kunsthistorikerin Benedicte Savoy und des Theaterregisseurs Milo Rau lauschte Petra Kohse (Berliner Zeitung) bei den "Berliner Korrespondenzen" der Allianz-Kulturstiftung im Maxim-Gorki-Theater: "'Lasst uns Forderungen stellen!', verlangte Rau: Alles, was alle brauchten […] zu müssen. Und Wissenschaftler sollten fürs Nachdenken bezahlt werden, nicht fürs Projekteinreichen, sekundierte Savoy. 'Wir brauchen eine Ökonomie des Lebens und keine Ökonomie des Mehrwerts!' - Milo Rau." Weiteres: Im Standard-Gespräch mit Margarete Affenzeller spricht der portugiesische Regisseur und Direktor des Nationaltheaters Lissabon, Tiago Rodrigues, über sein Stück "Catarina", Populismus […]