Stichwort

Claas Relotius

19 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 2
9punkt 12.01.2019 […] Am Dienstag zitierten wir eine Kolumne von von Götz Aly, der das Schweigen der Juroren all der vielen Journalistenpreise für Claas Relotius kritsierte (unser Resümee). Namen nannte Aly nicht. Auf Facebook zirkuliert die vollständige Version von Alys Artikel, bevor der folgende Absatz der kollegialen Rücksichtnahme durch die Chefredaktion der Berliner Zeitung zum Opfer fiel: "Diejenigen, die Relotius […] überhaupt nichts zu tun. Lügen funktionieren aber dann besonders gut, wenn der Lügner - gleich dem Hauptmann von Köpenick - genau das tut, was sein Publikum erwartet. In jenen Jurys, die Lügenwerke von Claas Relotius zigfach auszeichneten, saßen unter anderem, hier in alphabetischer Reihenfolge genannt: Gehard Fürst (Bischof, Diözese Rottenburg-Stuttgart), Tina Hassel (ARD), Brigitte Huber (Chefredakteurin […]
9punkt 11.01.2019 […] Felix Stephan versucht für die SZ den Unterschied zwischen einer literarischen Reportage, die den Namen verdient, und jenem weltanschaulichen Gefühlsjournalismus, der Claas Relotius einen solchen Erfolg sei seinen Kollegen und Vorgesetzten brachte, herauszuarbeiten. Die einen "formulieren die eigene Voreingenommenheit, stellen erkenntnisstiftend ihre eigene Ratlosigkeit aus, ihr Staunen und, wenn nötig […] an, Russland könne Repressalien gegen die Deutsche Welle lockern, falls die Sendelizenz erteilt wird. Kenntemich, der früher selbst für Bild schrieb, äußert sich nicht." Nachdem die Branche bei Claas Relotius nicht so genau hinsah und ihn lieber mit Preisen überhäufte, fragt sie beim Schriftsteller Robert Menasse um so dringender nach. Kann es sein, dass er noch irgendwo ungenau zitiert hat? Martin […]
9punkt 02.01.2019 […] dieser GQ-Reportage nachlesen, in der Zach Baron beschreibt, wie Politiker mittels bezahlter Anzeigen das kalifornische Lokalblatt Fresno Bee attackieren. Kann es sein, dass der Spiegel-Autor Claas Relotius, der seine Reportagen so frisierte, dass sie den Erwartungen entsprachen, nur ein Symptom für einen zynischen Journalismus ist, der am Ende den Populismus bestärkt fragt der Psychiater und Autor […] Untergangsnarrative sind der ausgebreitete rote Teppich, den Populisten beschreiten, um unsere demokratische Gesellschaftsordnung insgesamt als Wegwerfmodell darzustellen. Das Fehlverhalten des Claas Relotius sollte Anlass sein, über unseren Journalismus grundsätzlich nachzudenken." Bauer verweist auf eine Initiative der amerikanischen Kollegen Tina Rosenberg  und David Bornstein für einen konstruktiven […]