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Sexarbeiterinnen

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Moment der Störung

Im Kino 14.04.2016 […] Film balanciert zwischen der um Realität bemühten Schilderung des Alltags der drei Sexarbeiterinnen, den durchaus voyeuristischen Bildern der Parties und den verlässlich folgenden Sexszenen. Es hätte zur Stärke des Films beigetragen, wenn auch die Arbeitsszenen auf den Parties stärker der Perspektive der Sexarbeiterinnen verpflichtet geblieben wären. Das zeigt sich nicht zuletzt in einer Sequenz, in der […] fickst Du auch." Als Noha Saïds Blick vom Lenkrad bemerkt, blickt sie kurz zur Seite und fragt: "Was guckst Du so? Wär's Dir lieber, wenn ich poetischer wäre?" Noha, Soukaina und Randa arbeiten als Sexarbeiterinnen in Marrakesch und leben vom Geld, das ihnen saudische und europäische Touristen einbringen. Saïd ist ihr Fahrer, Koch und alles mögliche andere. Nabil Ayouchs Film "Much Loved" wechselt zwischen […] eskaliert, springt Soukaina ein und besänftigt den Mann. Soukaina wiederum erfährt während der Besuche bei ihrer Familie, was es sozial bedeutet, in einer heuchlerischen patriarchalen Gesellschaft als Sexarbeiterin zu leben: Ihre ganze Familie lässt sich zwar gern von ihr aushalten, hält es aber immer weniger für nötig, ihre Verachtung zu verstecken. Ihre eigene Mutter verbietet ihr schließlich, wieder zu […] Von Sebastian Markt, Fabian Tietke

Kritik an der totalen Dienstleistungskultur: Tatjana Turanskyjs 'Top Girl' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2014 […] einen Film funktioniert leider nicht ganz reibungslos. Der Film folgt dem Alltag von Helena (Julia Hummer) – 30 Jahre alt, alleinerziehende Mutter, erfolglose Schauspielerin – die ihr Geld als Sexarbeiterin bei einem Escort-Service verdient. Ein ziemlich unglamouröser Alltag ist das, den Turanskyj gänzlich frei von Hurenromantik und Bordellkitsch zeichnet: Helena, wie sie ihre Tochter weckt, über […] Von Elena Meilicke