Stichwort

Südossetien

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9punkt 27.08.2019 […] Russland dehnt die Grenze des abtrünnigen Südossetien zu Georgien durch Verschiebung der unklaren Demarkationslinie Stück für Stück aus. Die EU hat in der Gegend eine Beobachterkommission und schaut buchstäblich zu, erzählt Barbara Oertel in der taz, für die diese Politik die russische Taktik beispielhaft illustriert: Die Ohnmacht der EU "macht sich Moskau zunutze, um seine Politik in den ehemaligen […] ehemaligen Sowjetrepubliken durchzuziehen. Deren Prinzipien sind so absolut wie schlicht und durchsichtig: Konflikte, wie um Südossetien, maximal am Köcheln zu halten und innen- und außenpolitische Instabilität zu produzieren. Mit dem erwünschten Nebeneffekt, Beitrittsbestrebungen zu EU und Nato zu torpedieren, wenn nicht sogar zunichte zu machen. So versucht der Kreml seinen Einfluss in der Region zu zementieren […]
Feuilletons 10.09.2008 […] Der russische Schriftsteller Arkadi Babtschenko hat als Militärkorrespondent für die russische Tageszeitung "Nowaja Gazeta" an Russlands Feldzug in Südossetien teilgenommen. Im Interview mit Jörg Plath spricht er über seine Erlebnisse und Moskaus Ambitionen: "Wenn Medwedew will, dass Russland Großmacht wird und von den Fidschiinseln bis nach Gibraltar reicht, dann soll er mit seiner Kalaschnikow selber […] schicken! Als Jelzin Präsident einer Großmacht sein wollte und Tschetschenien angriff, musste der kleine Babtschenko dorthin fahren. Jetzt will Medwedew Präsident einer Großmacht sein und kämpft in Südossetien, und wieder muss Babtschenko hinfahren und brennende Soldaten fotografieren. Ich habe es satt! Ich habe den Eindruck, dass Russland Deutschland in den dreißiger Jahren ähnelt: Es phantasiert von […]
Feuilletons 29.08.2008 […] Den Versuch, die Unabhängigkeitserklärung von Abchasien und Südossetien rechtsphilosophisch einzuholen, unternimmt der Philosoph Otfried Höffe. Sezession sei "Ultima Ratio einer kollektiven Selbstverteidigung" und deshalb an strenge Kriterien gebunden, die er im aktuellen Fall aber nicht erfüllt sieht: "Auch wenn der georgische Ministerpräsident an der Entwicklung nicht unschuldig ist, können die […] die abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien nicht beanspruchen, die friedlichen Mittel zugunsten ihrer inneren Selbstbestimmung voll ausgeschöpft zu haben. Und wenn es Russland tatsächlich auf den Minderheitenschutz ankäme, hätte es sich wegen seiner zahlreichen Nationalitätenkonflikte im eigenen Land auch in Georgien für eine am Ende friedliche und schiedliche Lösung einsetzen müssen […]