Stichwort

Swoboda

5 Presseschau-Absätze
9punkt 20.03.2014 […] Interview mit Katja Tichomirowa spricht der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch in der Berliner Zeitung, über die zweisprachigen Proteste auf dem Maidan, die neue Übergangsregierung und die Swoboda-Partei, die er nationalistisch, aber nicht faschistisch nennt. Erschüttert hat ihn allerdings, wie viel Verständnis für Putin auf der Leipziger Buchmesse gezeigt wurde: "Ich habe das Gefühl, dass diese […] Es ist pro-russisch und anti-westlich. Diese Tendenz unter Linken ist selbstzerstörerisch. Linke, die sich offen auf die Seite des Imperialismus stellen - das ist absurd." Zur Frage, wie übel die Swoboda-Partei denn nun ist, gibt es gleich mehrere Texte in der taz. Die entscheidende Grenze verläuft in der Ukraine nicht zwischen Ost und West, meint der Sozialwissenschaftler Dmytro Khutkyy im Interview […]
Magazinrundschau 20.03.2014 […] Der Historiker Timothy Snyder stellt klar, dass Janukowitschs Oligarchen das reaktionäre Regime war, vor dem die russische Propaganda so gern warnt. Die rechte Swoboda-Partei hat aber durchaus eine wichtige Rolle bei der Revolution gespielt, erklärt er in einem interessanten Hintergrundstück: "Als sie auf die Barrikaden ging, hat sie sich selbst von dem Regime befreit, dem sie als Bollwerk diente. […] konnte Janukowitsch die Demokratie zu einem Spiel machen, in dem nur noch er und die extreme Rechte mitspielten." Aber die Rechnung ging nicht auf: "Gegen den Willen ihrer Parteiführer kämpften jungen Swoboda-Mitglieder in großer Zahl an der Seite von Menschen mit ganz anderen Vorstellungen. Sie kämpften, brachten sich in Gefahr und starben, manchmal um andere zu retten. In postrevolutionären Situationen […]