Stichwort

Olga Tokarczuk

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Efeu 11.12.2019 […] Gerrit Bartels berichtet im Tagesspiegel aus Stockholm von der Nobelpreisvergabe an Olga Tokarczuk und Peter Handke. Begleitet wird diese vom Protest von etwa tausend Menschen, die Handke Genozidleugnung vorwerfen. Alles in allem scheint jenseits des feierlichen Prunks gedrückte Stimmung zu herrschen. "In der Tageszeitung Dagens Nyheter hat am Montag der in Bosnien geborene schwedische Regisseur, […] Rechte, ein Twitterfundstück: Der rechte Rand schwelgt bereits in wärmsten Erinnerungen an Kriegseinsätze mit Handke im Gepäck. Im Dlf Kultur sprechen Esther Kinsky und Lothar Quinkenstein über Olga Tokarczuk. Beide haben Romane der Nobelpreisträgerin übersetzt, Kinsky aber hat nach "Unrast" mit dieser Literatur gebrochen: "Was mich an den 'Jakobsbüchern' gestört hat: Es schien mir so ein Sammelsurium […]
Efeu 10.12.2019 […] Nobelpreis den enormen Schaden, den Peter Handke in der Verarbeitung der Geschichte angerichtet hat." Die Schriftstellerin Dorota Danielewicz wirft in der taz einen großen Blick auf das Werk von Olga Tokarczuk, die heute ebenfalls den Nobelpreis erhält. Auf Tokarczuk in nuce stößt sie in dem frühen Werk "Ur und andere Zeiten", das von dem Ort Ur handelt, der räumlich und zeitlich tiefer, miteinander […] jüdische Gegenwartsliteratur gesprochen, berichtet Willi Jasper. Marion Löhndorf meldet in der NZZ, dass Liebesbriefe von James-Bond-Erfinder Ian Fleming versteigert werden. Besprochen werden Olga Tokarczuks "Die Jakobsbücher" (FR), Nina LaCours "Alles okay" (Tagesspiegel) und Peter Schneiders "Vivaldi und seine Töchter" (FAZ). […]
Efeu 09.12.2019 […] In Stockholm haben erst Olga Tokarczuk und dann Peter Handke ihre Reden zur Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis gehalten. Im Falle Handkes spricht Andreas Platthaus in der FAZ von einem irritierenden Auftritt, nicht zuletzt weil Handke auch versuchte, die Rede mit einer Rezitation von Tomas Tranströmers Gedicht "Romanische Bögen" im schwedischen Original abzuschließen. Anders als angekündigt […] , stellte sich Handke in seiner Rede, die der Standard dokumentiert, nicht seinen Kritikern, sondern wühlte in den Tiefen des eigenen Werks, das er ausgiebig zitierte. Besser gefiel Platthaus Olga Tokarczuks an einer Kritik des Subjektivismus in der Gegenwartsliteratur geschärftes Plädoyer (hier die englische Übersetzung) für "ein Erzählen aus der vierten Person: eines, wie es in der Bibel vorgeführt […] Standard nach einer vergleichenden Lektüre mit Martin Heidegger zu dem Schluss, dass Handkes "Eigentlichkeitssehnsucht und sein "Kontrarianismus in Bezug auf Jugoslawien" zusammengehören. Zurück zu Olga Tokarczuk, deren Rede auf NZZ-Kommentator Paul Jandl "wie ein Kommentar auf die verblasene Gegenwartslosigkeit bei Handke" wirkte. "Bei Tokarczuk geht es um eine spezielle Aufgabe des Schreibens: Die immer […]
Efeu 07.12.2019 […] die ganze Welt sich fragen, wie das trotz der Losung 'Nie wieder' eigentlich passieren konnte." In der SZ wirft Thomas Urban einen Blick auf die polnischen Reaktionen auf die Auszeichnung für Olga Tokarczuk. Vor allem dem rechten Rand steht der Schaum vorm Mund: "Tokarczuk gibt mit ihrem Eintreten für Frauenrechte und sexuelle Minderheiten, mit ihren Rastasträhnen und Perlen im Haar für ihre Kritiker […] Tokarczuks, die viel zur Gegenwart zu sagen hat. "Die Dynamik öffentlichen Interesses geht aber leider dahin, dass eine verantwortungsvolle Haltung und ein pluralistisches Weltbild, wie das von Olga Tokarczuk, respektvoll nickend zur Kenntnis genommen wird, während die tatsachenresistenten Einlassungen eines Peter Handke wochenlange Debatten auslösen." Auch Alida Bremers Perlentaucher-Essay spielte […]
Efeu 17.10.2019 […] des Nobelpreisträgers zusammen. Iris Radisch schließlich würdigt die polnische Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk, die in der Handke-Debatte ärgerlicherweise etwas unterzugehen droht, aber hoffentlich von einem größeren Publikum in Deutschland entdeckt wird: "In keinem der Bücher von Olga Tokarczuk gibt es eine wiedererkennbare Autorenstimme, und es gibt keinen Kommentarstil, der den beschriebenen […] Privatbesetz einscannt und sich der Originale entledigt. Auf ZeitOnline fragt sich Johannes Franzen, wie man Bücher über persönliche Erfahrungen rezensieren kann. Besprochen werden unter anderem Olga Tokarczuks Epos "Die Jakobsbücher" (Tagesspiegel), Eugen Ruges "Metropol" (online nachgereicht von der FAZ), Per Pettersons "Männer in meiner Lage" (online nachgereicht von der FAZ), Johan Schloemanns "I […]
Efeu 11.10.2019 […] obelpreis 2018 geht an die polnische Schriftstellerin Olga Tokarczuk, der für 2019 an den österreichischen Schriftsteller Peter Handke - erste Links, darunter ein tolles TV-Porträt Handkes von Georg Stefan Troller, haben wir gestern bereits hier zusammengestellt. Die Feuilletons brillieren durch Überschriften-Attributierung: Mit Olga Tokarczuk gewinnt die "metaphysische Lieblingspolin" (SZ), die […] Provokation" (FAZ) - kurz: allgemeine Zustimmung. Für NZZ-Kritiker Ulrich M. Schmid zeigt sich Polen erneut als "literarische Supermacht. ... In ihren kunstvoll komponierten Erzähltexten schafft Olga Tokarczuk eine neue Sprache für die Herausforderungen einer geschichtsbelasteten prekären Gegenwart." Sie "lotet in ihrem bereits jetzt konventionelle Maßstäbe sprengenden Werk die Grenzen zwischen Religion […]