Stichwort

Karol Wojtyla

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Feuilletons 04.04.2005 […] Markus Brauck zieht eine kirchenpolitische Bilanz aus 26 Jahren Papst Johannes Paul II: "Karol Wojtyla hat gewissermaßen wieder dafür gesorgt, aus der Kirche eine CDU zu machen. Zumindest so, wie sie zu Kohls Zeiten noch aussah. Der Chef bestimmt, wo es langgeht. Wer es anders machen will, muss erst einmal selbst an der Spitze stehen. Im Bild des Fensters: Johannes Paul II. hat dafür gesorgt, dass […] dass der Wind nicht mehr in die Kirche hinein, sondern aus ihr heraus bläst. Sie musste, das war ihm klar, mit einer Stimme sprechen, um Macht zu erlangen. Aus Karol Wojtyla wäre ein toller Fraktionsführer geworden." Ina Hartwig trauert um den Lyriker und Performancekünstler Thomas Kling, der an Lungenkrebs gestorben ist. "Er war ein Schelm, ein Spieler, ein virtuoser Sprachkünstler." Klings gerade […]
Feuilletons 04.04.2005 […] auf den Papst als Dichter. "Im Sommer 1940 gab es wohl niemanden, der die berufliche Zukunft des Lyrikers, Dramatikers und Schauspielers Karol Wojtyla nicht in der Kunst sah." Der Philosoph und Religionswissenschaftler Remi Brague erinnert daran, wie Karol Wojtyla den Glauben gegenüber des in der Moderne als absolut gesetzten wirtschaftlichen und sozialen Unterbaus wieder zu seinem Recht verholfen hat […] Der polnische Journalist Adam Krzeminski streicht die anhaltende Bedeutung von Johannes Paul II. für die Kirche und vor allem die Gesellschaft seines Landes heraus. Ihr "hinterlässt Karol Wojtyla ein gewaltiges Erbe, das allerdings von einigen grundsätzlichen Widersprüchen der polnischen Wirklichkeit unterminiert wird. Denn in der Kirche schwelt ein - von der Autorität des Papstes jahrelang kaum […] überdeckter - tiefgreifender Richtungskampf. Während die weltoffenen Krakauer Katholiken um die ehrwürdige Wochenzeitung Tygodnik Powszechny, für die auch der junge Karol Wojtyla schrieb, nach einer päpstlichen Schelte vor zehn Jahren ins Hintertreffen gerieten, ist das xenophob-national gerichtete Radio Maryja (mehr) zu einem Sprachrohr der antieuropäischen Gruppierungen Polens geworden. Bis jetzt […]
Feuilletons 04.04.2005 […] in meinem Leben", beichtet Philip Gessler in der zweiten taz und spricht damit für das ganze Blatt. Nirgendwo ist mehr Papst. Auf Titelblatt und den folgenden sechs Seiten erfährt man alles von Karol Wojtylas Lebenswerk bis zu den Strippenziehern bei der Nachfolgerwahl. Den Papst wieder zum direkten Repräsentanten Gottes gemacht zu haben, darin liegt eine der größten Leistungen Johannes Pauls II., […] Hinsicht) politisch wirksam? Durch seine Präsenz. Und darin war dieser Papst, der 'eilige' Vater, ein Meister. So, wie die Anwesenheit des Papstes immer doppelt zu verstehen war - als Realpräsenz von Karol Wojtyla und als jene Johannes Pauls II, Repräsentant Christi -, so waren seine öffentlichen Auftritte auch immer doppelt: als Präsenz vor Ort und als Medieninszenierungen. Letztere wurden damit quasi zur […]