Die Astronomin
Aparna Venkatesan macht sich im Gespräch mit Sophie Tiedemann von der
taz Sorgen über die
Lichtverschmutzung, nicht nur auf der Erde. Die Tausenden Satelliten in der Umlaufbahn erzeugen Reflexionen, die die Teleskope behindern, erläutert sie. "Außerdem kommt es insgesamt zu einer Aufhellung des Himmels durch die
schiere Menge leuchtender Punkte... Dass heute fast niemand mehr dunkle Sternenhimmel oder die Milchstraße sehen kann, bereitet mir Sorgen. Denn wir schützen und schätzen nur das, was wir kennen. Wenn wir den Himmel, den die Menschheit über Jahrtausende gekannt hat, nicht mehr erleben - wie sollen wir dann den Geschichtenerzähler*innen und Wissenschaftler*innen von morgen zeigen, was wir einst hatten? Das ist keine bloße Nostalgie nach einer vergangenen Zeit. Der Himmel war einst
unser natürlicher Referenzrahmen, etwas, an das wir uns biologisch, kulturell und spirituell angepasst haben. Das will ich verteidigen. Ich halte es für ein zentrales menschliches und ökologisches Recht."