In der
FAZ versucht Dietmar Dath zu erklären, warum
KI nicht versteht, was "neu" ist, auch wenn die britische Initiative namens
Metascience Novelty Indicators Challenge (MetaNIC) fest daran glaubt. Dath lässt sich das auf einer Autofahrt von einer "Expertin für ionische Flüssigkeiten" erläutern: "In
Nature hat Benjamin Steyn vom UK Metascience Unit Mitte Juni
erklärt, warum er MetaNIC unterstützt: Die dabei benutzten KI-Systeme, sagt er, könnten '
die Bedeutung von Wörtern und Sätzen' in MINT-Fachsprache erfassen, 'nicht nur deren Häufigkeiten'. 'Was er hier unter Bedeutung versteht', sagt die Frau am Steuer, 'ist aber gar nicht so weit weg von dem, was er Häufigkeiten nennt. Zeichenbedeutung wird in der KI als bedingte Wahrscheinlichkeit von
Nachbarschaften zu anderen Zeichen in Erklärungen und anderen Trainingsdaten aufgefasst, korrelativ, vermittelt über Gewichtungen, zu Ausgabewahrscheinlichkeiten hochgerechnet. Wer nicht weiß, wie das funktioniert, muss dem Steyn einfach glauben, das ärgert mich.'"
Fast hundert Jahre, nachdem Werner Heisenberg 1925 die
Quantenmechanik vorgestellt hatte, trafen sich rund dreihundert Quantenphysiker auf
Helgoland, um zu besprechen, wieviel weiter sie damit gekommen sind. Es ist immer noch unmöglich, mit der Quantentheorie eine
objektive Realität zu beschreiben, lernt Ulf von Rauchhaupt (
FAZ): "Insbesondere in den Fragerunden und Kaffeepausen dominierte nicht selten eine Stimmung
gespannter Ratlosigkeit. Gemma De les Coves, eine renommierte mathematische Physikerin von der Universität Barcelona, machte sie sogar zum sogar Hauptmotiv ihres Vortrags: 'Ich verstehe die Quantenmechanik nicht', erklärte die junge Professorin unverblümt, 'dabei arbeite ich seit Jahren darüber. Aber das ist ziemlich verbreitet, denke ich.'" Was die Anwesenden nicht daran hinderte, interessante Interpretationsvorschläge zu machen.
In der
FR erinnert Michael Hesse an das Helgoland-Erlebnis von Werner Heisenberg.