Aus dem Französischen von Nicola Denis. Sarah, die sechzehnjährige, bildschöne Französin, hat nichts. Driss, der Sohn einer der wohlhabendsten muslimischen Familien hingegen hat alles, ist reich wie der König. Sarah beschließt, ihn zu verführen, ihn zu heiraten. Ihr Weg dahin führt sie durch die Stadt Casablanca, in all ihren Facetten: von den Armenbaracken mit den Prostituierten und Abgeschlagenen, wo Sarah mit ihrer Mutter lebt, bis in die Villenviertel auf den Hügeln, zu den reichen Jugendlichen, die jointsrauchend in üppigen Gärten an Pools sitzen und nachts durch die Clubs der Stadt ziehen - während sich unten, in den Baracken, alle nach einem Ort weit weg sehnen, einem unerreichbaren Ort. Sarah ist entschlossen, diesen Ort zu erreichen, ganz gleich, was sie dafür opfern muss.So reich wie der König erzählt vom Aufstieg und Fall einer jungen Frau im Casablanca der 1990er Jahre. Von einer pulsierenden Stadt voller Widersprüche und zwei jungen Menschen, für die die Liebe notgedrungen zur Verhandlungsmasse wird.
Vor allem Jugendlichen empfiehlt Rezensent Christoph Vormweg Abigail Assors Debütroman. Er erzählt die Geschichte einer sechzehnjährigen, in Casablanca in Armut lebenden Französin namens Sarah, die von einem reichen Mann träumt und bitter enttäuscht wird. In "eingängiger, genauer" Sprache, von Nicola Denis "ausgezeichnet" übersetzt, beschreibe die Autorin, wie Sarah anfangs noch davon überzeugt ist, ihre Armut gekonnt zu verstecken, dann aber schnell vom reichen Driss eines Besseren belehrt wird. Die schmerzhafte Einsicht, dass auch hinter dem vermeintlichen Oberschichtsglück patriarchale Unterdrückung lauert, werde dabei durchweg spannend beschrieben. Außerdem lobt der Kritiker Assors scharfen soziologischen Blick und die "atmosphärisch dichten Szenerien" in den Straßen Casablancas.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…