Angst vor zunehmender Armut und Erwerbslosigkeit prägen unsere Gesellschaft. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Der heutige Sozialstaat weiß darauf keine Antwort. Es fehlt an Ideen, die Wende zur Kulturgesellschaft zu gestalten. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein bahnbrechendes Konzept, um dem grundlegenden Wandel von Leben und Arbeit zu begegnen und die Menschen von Existenzangst zu befreien. Einfach, gerecht und finanzierbar! Es schafft Sicherheit und Freiraum für Kreativität und Eigeninitiative, gibt der Arbeit ihren Sinn und den Menschen ihre Würde zurück. Götz Werner und Adrienne Goehler zeigen, wie das Bedingungslose Grundeinkommen in die Praxis umgesetzt werden kann und wie es den Traum der Französischen Revolution von einer solidarischen Gesellschaft einlöst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.11.2010
Philip Plickert sieht schon den Staat zusammenbrechen. Ein bisschen Utopie kann nicht schaden, scheint sich das Autorenduo Götz Werner und Adrienne Göhler gesagt zu haben und hat einen Band verfasst, der das bedingungslose Grundeinkommen von 1000 Euro für alle fordert. Bei der Begründung ("pathetisch") wie bei der Abschätzung der Folgen ("unseriös") haben sich die beiden Autoren laut Plickert allerdings etwas zu wenig Gedanken gemacht bzw. zu wenige verlässliche Fakten herangezogen. Das solcherart angepeilte Schlaraffenland, das Werner/Göhler schon bei Thomas Morus entdecken, erscheint dem armen Rezensenten eher als schlimme Höllenvision mit katastrophalen Arbeitsmarktreaktionen. Seriöse Erhebungen dazu kann er allerdings ebenso wenig vorlegen wie die Autoren.
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