Was heißt Solidarität in Zeiten wie diesen? Der Psychologe und Extremismus-Experte Ahmad Mansour traf am Tag nach dem Anschlag in Hanau bei einem Workshop Schülerinnen und Schüler, die sich vor Aufregung kaum konzentrieren konnten. Sie wollten reden und verstehen, was kaum zu verstehen ist. Erfahrungen wie diese macht Ahmad Mansour häufig. Er ist vor Ort und erlebt unmittelbar, wie sich Lehrer und Eltern überfordert, Jugendliche hingegen im Stich gelassen fühlen. Wie können wir sprechen über Extremismus und Hass, über Ängste und Befürchtungen? Solidarität ist gefragt, sowohl beim Staat als auch bei der Gesellschaft. In der Coronakrise hat sich auf beste Weise gezeigt, dass Solidarität möglich ist. Ahmad Mansour zeigt nun, was wir daraus konkret lernen können für unseren Umgang mit Rassismus und Hass. Es gilt zusammenzuhalten, Sorgen ernst zu nehmen und Empathie zu zeigen. Und es heißt auch, offener und ehrlicher über Rassismus zu sprechen als das bislang getan wird. Rassismus betrifft uns alle und somit sollten wir alle bereit sein zu einer Debatte, die frei ist von Tabus und geprägt von gegenseitiger Anerkennung und Flexibilität im Denken. Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine solidarische Gesellschaft!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.10.2020
Rezensentin Nina von Hardenberg begreift Ahmad Mansours Aufsatz als Streitschrift gegen Hass und Terror und "flammendes" Plädoyer für mehr Miteinander, Nähe und Verständnis für die Situation von Migranten. Kurzweilig und überzeugend findet sie, wenn der muslimische Pädagoge und Präventionsexperte aus eigener Erfahrung berichtet, über Gespräche mit islamisch radikalisierten Jugendlichen wie Rechtsradikalen. Etwas mehr psychologische Tiefe bei der Erklärung von Hass wäre ihr lieb gewesen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2020
Rezensent Simon Strauß preist die "handfeste" Argumentationsweise des Präventivpädagogen Ahmad Mansour, wenn es um Probleme der Integration und um Rassismus geht. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Eiwanderungsbiografie und seiner alltagspraktischen Arbeit empfiehlt der Autor laut Strauß nicht nur eindringlich ein selbstbestimmtes Bewusstsein und interkulturelle Begegnungen als Schild gegen Solidaritätsmangel, sondern bleibt dabei auch angenehm unparteiisch und sachlich. Lehrreich und erfrischend, so Strauß.
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