Aus dem Georgischen von Natia Mikeladze-Bachsoliani. Es geht auf die imaginären Santa-Esperanza-Inseln im Schwarzen Meer. Aus unzähligen Fragmenten, Liebesgeschichten, Flaschenpost, Märchen, Mythen und Sagen, uralten Chroniken, aber auch E-Mails und Zeitungsartikeln entsteht ein Kosmos, in dem der Leser sich frei bewegen kann: Die 36 Hefte lassen sich in unzähligen Kombinationen lesen, die auf unterschiedliche Weise durch das malerische Insel-Universum führen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2018
Rezensent Jan Wiele liest Aka Mortschiladses Opus magnum als augenzwinkerndes Erzählunternehmen zwischen Märchen, Sagen und Moderne - voller Anspielungen auf die georgische Geschichte und Kultur. Wie der Autor in dem aus neun Erzählheften bestehenden Romankosmos munter durch die Zeiten springt und distanziert und lapidar ganze Epochen abhandelt, findet er aufregend. Dem Leser empfiehlt Wiele die Reihenfolge der Lektüre ruhig selbst zu bestimmen, auch wenn so der Eindruck entstehen könnte, dass immer Krieg ist. Hilfreich gegen die dem Werk inhärente "bittere Philosophie" findet er den Humor in den Texten und die Anklänge an den Schelmenroman.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2006
Die "wohl verrückteste und verwegenste verlegerische Leistung der Saison" bejubelt Sonja Zekri. Denn Aka Morchiladze, obschon in Georgien ein Bestsellerautor, TV-Moderator und Soap-Verfasser, ist nicht nur hierzulande leidlich unbekannt, sondern hat seine Chronik eines Fantasie-Georgiens mitten im Schwarzen Meer auch noch in mehreren "regenbogenbunten" Heften veröffentlicht, die in einem "karamelbraunen Filzschuber" stecken. Flippig sei das, meint Zekri, die aber in den geschilderten Ungeheuerlichkeiten auch einen ernsthaften Zug und "neue, unvergessliche" Bilder entdeckt. "Santa Esperanza" sei dabei nicht nur ein Zerrbild von Georgien, sondern so "quicklebendig" und eigenständig, dass Zekri den Staat am liebsten in die UNO aufnehmen möchte. Gut konsumierbar sei das Konvolut aus fiktiven Kirchenchroniken, Dramoletten, Briefen und Tagebüchern außerdem, nicht zuletzt deshalb, weil Morchiladze mit westlichen Filmen und Literatur aufgewachsen ist und seine zahlreichen Anspielungen und Verweise deshalb "wunderbar vertraut" wirken.
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