Herausgegeben mit einer Einführung von Angeliki Ziaka. Die Welt ist aus den Fugen - die religiösen Konflikte werden zunehmend zu einer Bedrohung. Zwischen den westlichen Gesellschaften, in denen Religion zur Privatangelegenheit geworden ist, und den religiös geprägten Gesellschaften insbesondere der islamischen Welt wachsen Misstrauen und Angst, oft befeuert von religiösen Fanatikern. Dieser Entwicklung tritt Shaikh Abdullah bin Mohammed al Salmi mit Nachdruck entgegen. Als Religionsminister von Oman ist er mit den religiösen Angelegenheiten des Sultanats betraut und gleichzeitig auf dem internationalen diplomatischen Parkett zu Hause. In seinen Reden vor Institutionen auf vier Kontinenten stellt Shaikh al Salmi seine Vision einer neuen Welt vor, in der Religion nicht mehr für Krieg und Unterdrückung missbraucht wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.01.2016
Rainer Hermann wünscht sich mehr islamische Religionsführer wie Shaikh Abdullah Bin Mohammed Al Salmi. Salmi stellt in seiner Vortragssammlung laut Hermann einen Islam vor, der geprägt ist vom Respekt gegenüber der Glaubensfreiheit anderer Völker, Toleranz und einer weitgehenden Trennung von Staat und Religion und schreibt damit gegen westliche Vorurteile an. Salmis hermeneutische Auslegung des Korans scheint Hermann aber auch die Kritik islamischer Gelehrter zu beinhalten. Wie eine Religionsreform im Sinne des Autors aussehen könnte, darüber hätte der Rezensent an dieser Stelle gern mehr erfahren.
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