Aus dem Französischen von Frauke Rother. Alain Lance, u.a. tätig 1968 für Echo d'Allemagne und Übersetzer von Christa Wolf, Volker Braun und Ingo Schulze, beschreibt seinen Lebensweg als Vermittler zwischen den Kulturen. Er entwirft wie nebenbei ein überraschendes Bild von Deutschland. Das poetische Album einer Leidenschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2012
In Sichtweite des 50. Jahrestags des Elysee-Vertrags mit seinen von Jürgen Ritte wenig begeistert erwarteten deutsch-französischen Festtagsreden kommt dem Rezensenten Alain Lances Deutschland-Buch, das 2007 in Frankreich erschien und jetzt auf Deutsch vorliegt, gerade recht. Es sind eigene Erfahrungen, die der Lyriker, Übersetzer und Herausgeber in loser Folge von seinen Begegnungen in und mit Deutschland schildert und die der Rezensent genauso angenehm wie informativ findet. Hier wird ihm deutlich, welche Schwierigkeiten der Autor mit der Adenauer-Republik und deren verdrängter Vergangenheit hatte oder was ihn an der DDR faszinierte, ohne dass er sich von deren "antifaschistischer Erzählung" hätte einwickeln lassen, so Ritte. Aber in seinen Augen lebt das Buch ohnehin eher von ungeordneten Geschichten und Momentaufnahmen als von politischer Analyse, und so fühlt sich der Rezensent von einem "ganzen Sack voll bunter Puzzlesteine" beglückt, die der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen neue Facetten beifügen.
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