Aus dem Englischen von Tom Bresemann. Als vielleicht bester Chronist der revolutionierten Fernsehlandschaft begleitet und erklärt der amerikanische Blogger Alan Sepinwall die Umwälzungen, die durch großartige, tief in die Verwerfungen der Postmoderne gestürzte Serien wie "The Sopranos", "Lost", "Mad Men", "24", "Breaking Bad", "The Wire" oder "Deadwood" entstanden sind. Gerade von der New York Times als eines der besten Bücher 2012 ausgezeichnet, ist dieses Buch eine geistreiche und kluge Kulturgeschichte. Zwölf Seriendramen der letzten 15 Jahre verhandelt Sepinwall. Er erklärt, wie die Künstler hinter diesen revolutionären Sagas die Zeit, den ihnen gegebenen Raum und die Vertrautheit des Fernsehens genutzt haben, um eben dort die Grenzen des Erzählens zu verschieben - und wie sie gleichzeitig die komplexen philosophischen Ansätze hinter ihren Werken sichtbar machen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2014
Keine wissenschaftlichen Erkenntnisse oder filmtechnischen Analysen, dafür aber viele Anregungen und Einblicke in Produktionsästhetik aus erster Hand, so in die Arbeitsweise der großen US-amerikanischen Fernsehsender und ihre Finanzierungstricks, erhält Oliver Jungen von Alan Sepinwall. Sepinwall, einflussreicher Blogger und TV-Kritiker, bespricht zwölf der großen neuen Fernsehserien, von den "Sopranos" bis zu "Breaking Bad", und setzt dem Rezensenten Entwicklungslinien und Rezeptionskurven auseinander. Dass der Autor auch ein oder zwei Lieblingswinkelserien ("Buffy") mit ins Buch hievt, kann Jungen ihm nicht verdenken. Immerhin ist auch für Sepinwall "Mad Men" einfach die beste aller Serien.
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