Herausgegeben von Bernard Kaempf und Johann Zürcher. Mit einem Nachwort von Heiner Roetz. Wie dem indischen Denken so hat Schweitzer auch dem chinesischen Denken einen eigenen Band gewidmet. Beide sind Teil seines bis heute aktuellen Vorhabens, durch eine Geschichte des Denkens der Menschheit die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben zu begründen. Schweitzer hat 1937 und 1939/40 in Lambarene fernab von Fachbibliotheken je eine Fassung seiner Geschichte des chinesischen Denkens verfasst. Beide werden in diesem Band erstmals publiziert. Das nicht abgeschlossene Werk ist eine umfassendere Ausführung dessen, was Schweitzer in anderen Schriften nur kurz und summarisch vorgetragen hat. Seine intensive Auseinandersetzung mit dem chinesischen Denken eröffnet einen faszinierenden Zugang zu seiner Theologie und Ethik.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2002
Wiebke Denecke begrüßt begeistert dieses "vernachlässigte Kleinod" aus dem Nachlass des Autors, das bisher nie zur Veröffentlichung gelangte. Zwar räumt die Rezensentin ein, dass Schweitzer nicht gerade auf dem neusten Forschungsstand mit seinen Überlegungen zum chinesischen Denken war, und sie gibt zu, dass er einige "gravierende chronologische Irrtümer" verbreitet. Was sie aber richtig begeistert an dem Buch ist die Mischung aus "Visionen" und "originellen und eigenwilligen Gedankenexperimenten", womit Schweitzer zwar der gängigen Ostasienrezeption entgegenstehe, dafür aber zum Beispiel sehr interessante Thesen zu einer Verbindung von Konfuzianismus und Daoismus aufstelle, die durch jüngste Textfunde bestätigt würden.
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