Baricco erhebt Einspruch gegen Musik, die in Häppchen gereicht wird, gegen langweilige Werktreue und moderne Musik als Bußritual. Seine These lautet: Ein Musikstück ist dann ein Kunstwerk, wenn es sich immer wieder neu interpretieren läßt; und neue Musik muß sich fragen lassen, ob ihr die sinnliche Anziehungskraft der ernsten Musik fehlt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Baricco, so betont Eleonore Büning in einer gnadenlosen Kritik, schreibt im wahren Leben neoromantische Romane, die vor allem von neoromantischen Frauen gern gelesen werden. In seinem früheren Leben war er Musikkritiker. Seine hier versammelten Essays zur Musik werden von Büning liebevoll zerfetzt. Besonders stört sie, dass der sonst elegant, wenn auch sinnfrei argumentierende "Spaß-Kommandante" - so Büning - in seiner Polemik gegen die Neue Musik auch noch hölzern werde. Bariccos These gegen die die Atonalität - er findet sie widernatürlich - nennt Büning "gar zu kurz und zu dumm gedacht".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…