Der Autor begibt sich auf eine Reise ins Reich der heute nachgefragten Effizienzdrogen. In Gesprächen mit Drogenkonsumenten und -experten entwickelt er ein facettenreiches Bild der Drogenwelt von heute und morgen.
Das Bedürfnis, durch Rauschmittel die eigenen Grenzen zu überschreiten, ist so alt wie die Menschheit. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen wir nun an einem charakteristischen Wendepunkt, den Alexander Wendt unter großem persönlichem Einsatz erforscht hat. Leistungsdrogen, wie das leicht verfügbare Crystal Meth, erlauben es, Tage und Nächte durchzuarbeiten oder auch durchzufeiern. Allzeit präsent und wach, ein Traum, der heute mehr Anhänger findet als die bewusstseinserweiternden Trips der Vergangenheit. Der Autor folgt dem Stoff und berichtet aus Suchtkliniken, aus dem Blickwinkel von Drogenfahndern und Konsumenten, die er in der Subkultur der Städte ebenso findet wie in der normalen Arbeitswelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2018
Die Tatsache, dass Alexander Wendt die "Erklärung 2018" unterschrieben hat, findet Rezensentin Martina Lenzen-Schulte für die Lektüre dieses Buches nicht weiter bedeutend. Denn was ihr der Journalist über die Drogenwelt des 21. Jahrhunderts verrät, erscheint der Kritikerin auch unabhängig von dessen politischer Einstellung interessant. Sie liest hier etwa, weshalb der Osten auf Crystal Meth setzte, während man im Westen Heroin spritzte, erfährt, dass heute vor allem "Pervitin-Abkömmlinge" konsumiert werden, um die Leistung zu steigern, und folgt schließlich dem Weg unterschiedlicher Drogen von der medizinischen Verwendung in die Kriminalität. Dass Wendt mit Blick ins Silicon Valley, wo Forscher das Gehirn digital vermessen und sich am "Biohacking und Bodyhacking" versuchen, ein wenig schwarz malt, geht für die Rezensentin angesichts der Differenziertheit und der sprachlichen Eleganz dieses Buches in Ordnung.
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