Almudena Grandes

Das gefrorene Herz

Roman
Cover: Das gefrorene Herz
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2009
ISBN 9783498025144
Gebunden, 960 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Roberto de Hollanda. Als Alvaro und Raquel die Geschichte ihrer Väter und Großväter erfahren, bricht eine Welt für sie zusammen, und eine große Liebe beginnt. Der spanische Bestseller über zwei Familien, die im spanischen Bürgerkrieg, im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit von Francos Diktatur ideologisch auf verschiedenen Seiten stehen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2010

Daran dass der Bürgerkrieg und die Franco-Zeit in Spanien noch immer ein Thema sind, mit dem sich Leser gewinnen lassen, hat Kersten Knipp keinen Zweifel. Er selbst jedoch kann an dem Roman von Almudena Grandes außer ein paar "starken Szenen" nicht viel finden. Zu riesig ist das sich über vier Generationen erstreckende Panorama, das hier entrollt wird. Zu groß, um in die Tiefe der dreißig (!) auftretenden Figuren zu gehen und ihnen ins Herz zu schauen. Und um das ein oder andere "reichlich abgenutzte Motiv" nicht einfließen zu lassen, dem der Rezensent schon unendlich oft begegnet ist.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.07.2009

Das Wort "Schmonzette" fällt zwar nicht in Franziska Augsteins Kritik von Almudena Grandes' Roman über den Spanischen Bürgerkrieg, aber es lauert zwischen den Zeilen. Die spanische Erfolgsautorin, die bisher eher mit Frauenromanen hervorgetreten ist, nimmt sich nun eines Kapitels spanischer Vergangenheit an, mit dem sich schon viele Autoren beschäftigt haben, konstatiert die Rezensentin. Um Alvaro, den Sohn eines Faschisten und Raquel, die Enkelin eines Republikaners, die, wie sich herausstellt, die Geliebte von Alvaros Vater war und in die sich nun Alvaro selbst verliebt, ranken sich die bewegten Schicksale von "rund zwei Duzend" weiteren Personen, wie Augstein seufzend feststellt. Dazu kommt Herzschmerz, Klischees und jede Menge Leidenschaft; und was dem Roman an Tiefe abgeht, macht er in der Länge wett, so die Rezensentin wenig begeistert. Angesichts dieser Schmökerqualitäten findet Augstein es schon ziemlich vermessen, sich selbst durch die Danksagung an den spanischen Dichter Antonio Machado, den Grandes neben vielen anderen nennt, zu "schmücken".

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