Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Barbara Heller und Rudolf Hermstein. Als Deen Datta, Antiquar in Brooklyn, bei einem Besuch in seiner alten Heimat Kalkutta auf eine bengalische Sage um eine Schlangengöttin stößt, lernt er die beiden jungen Männer Tipu und Rafi kennen. Tipu wird bei dem Besuch eines Schreins für die Schlangengöttin von einer Kobra gebissen. Er hat daraufhin seltsame Visionen, Deen wiederum meint, seinen Willen zu verlieren. Ein paar Monate später trifft er Rafi in Venedig wieder: Deen ist als Übersetzer hier, Rafi einer von Hunderten Klimaflüchtlingen. Er wollte gemeinsam mit Tipu noch Europa, doch hat ihn unterwegs verloren. Deen und Rafi machen sich mithilfe einer Gruppe Aktivisten daran, ihn zu finden - und kommen dabei auch der geheimnisvollen bengalischen Legende auf die Spur.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.10.2019

Der Rezensentin Eva Behrendt zufolge erzählt dieser Roman mit Anleihen beim magischen Realismus von Deen, der sich "vom passiven Intellektuellen zum engagierten Aktivisten und Partner" mausert. Mit zahlreichen Welten-Jettern besetzt, handelt das Buch zunächst von der Entschlüsselung des Geheimnisses eines Schreins in den Sundabarns, so die Kritikerin. Im Folgenden aber werden Flüchtlingshilfe und Umweltaktivismus eine große Rolle spielen, denn beides lernt Deen auf seinen Erkundungen zum Schrein aus nächster Nähe kennen, weiß Behrendt. So kann wohl ein ermächtigender Roman aussehen, der die Klimakatastrophe thematisiert, auch wenn die Figuren trotz origineller Biografien ein wenig "flach" bleiben, meint die Kritikerin.