Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2001
Als einen universal gebildeten Gelehrten alten Typs schildert Frank-Rutger Hausmann André Jolles, dessen Lebensweg er in der Kritik des vorliegenden Briefwechsel anschaulich schildert: ein Niederländer, der vom Ruf der deutschen Universitäten angezogen nach Deutschland zog, sich dort naturalisieren ließ und am 1. Mai 1933 in die NSDAP eintrat. Heutigen Literaturwissenschaftlern sei er vor allem noch durch sein bis heute aufgelegtes Buch "Einfache Formen (Legende, Sage, Mythe, Rätsel, Spruch, Kasus, Memorabile, Märchen, Witz)" bekannt. Der Briefwechsel aber scheint Hausmann eher enttäuscht zu haben, nicht nur weil ein Teil der Briefe ausschließlich in Niederländisch abgedruckt ist. Jolles, so resümiert Hausmann, scheint eher ein Mann des Gesprächs gewesen zu sein. Die geisteshistorischen Themen würden in den Briefen fast immer nur angerissen. Nur der Briefwechsel mit Aby Warburg scheint Hausmann momentweise getröstet zu haben. Insgesamt aber findet er den Band allenfalls als "kulturgeschichtlichen Bilderbogen" von einigem Interesse.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…