Google statt Gelbe Seiten, Uber-App statt Taxi-Stand, Tinder statt Disko. Alles ist neu und digital. Disruption, denken wir, ist ein technologischer Trend. Falsch! Sie ist das Phänomen unserer Zeit. Radikal wälzt sie unser Leben um. Parteien und Verbrennungsmotor sind tot, Nachkriegsdeutschland ist vorbei. Die Menschen fühlen sich überfordert, die Gesellschaft polarisiert sich und kippt. Künstliche Intelligenz und autonome Maschinen nehmen uns Arbeit und Selbstwirksamkeit. Der Staat zerbricht unter seiner Fürsorgelast. Facebook, Google und Chinas Datenmacht steuern auf einen globalen Staatsstreich zu. Doch im Bruch liegt auch die Lösung. Digitale Bewegungen wie #MeToo und Fridays for Future machen Hoffnung auf eine neue demokratische Weltordnung. Klar ist: National bewirken wir heute nichts mehr, wir brauchen einen globalen Ordnungsrahmen. Eine Utopie in Zeiten von Trump und Co? Nein. Dieses Buch macht konkrete Vorschläge, was wir jetzt tun müssen: Europa fasst Mut. In flexiblen Allianzen macht es sich auf zur globalen Bürgergesellschaft. Aus Old Europe wird Bold Europe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2020
Rezensentin Melanie Mühl lernt bei Andreas Barthelemess, wie uns die Tech-Giganten aus Silicon Valley einspinnen. Dass der Autor nicht kulturpessimistisch rüberkommt, sondern die positiven Effekte der Vernetzung benennt, findet Mühl prinzipiell gut. Nur geht er etwas weit, wenn er pauschal behauptet, dass Social Media unsere Empathie steigert, meint sie. Das gilt nur für Einzelfälle, so Mühl. Erhellend, findet sie, wie der Autor die Plattformökonomie analysiert, über Wagniskapital und Wettbewerbspolitik schreibt.
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