Aus dem Englischen von David Frühauf. In einer sich erwärmenden Welt ist es wichtiger denn je, zwischen dem Natürlichen und dem Sozialen zu unterscheiden. Nur durch die spezifisch menschliche Handlungsfähigkeit wird Widerstand möglich und Veränderung denkbar. Aus vielerlei Perspektiven werden die Veränderungen des Klimas und die Erwärmung der Erde analysiert. Angesichts der Dürren und Ernteausfälle, der Überschwemmungskatastrophen und Stürme ungeahnten Ausmaßes, all der realen Auswirkungen, die die Erderwärmung heute schon zeitigt, erscheinen diese Konzepte jedoch nichtig. Für Andreas Malm ist die Klimabewegung der Maßstab, an dem sich Theorie künftig wird messen lassen müssen. Er ruft auf zum klaren Benennen der Gegner und ihrer politischen Verstrickungen, denn der Handlungsträger der Erderwärmung ist allein der Mensch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.2021
Noch etwas "mehr Überzeugungsarbeit" hätte sich Rezensent Thomas Thiel von Andreas Malms neuer, ökoleninistischer Schrift gewünscht, etwa wenn Malm auf Militanz setzt statt auf Technologie und davon ausgeht, dass eine naturschonende Gesellschaft automatisch auch gerechter wäre. Trotzdem betont der Rezensent, dass die Schrift mit Gewinn zu lesen sei, denn Malm argumentiere als alter Marxist mit Verve gegen eine kulturwissenschaftliche Richtung an, die den Unterschied zwischen Natur und Gesellschaft negiere. Wenn Bruno Latour und Donna Haraway alles zu Kultur umdefinieren, sieht Malm darin das "kulturindustrielle Pendant" zum Kapitalismus, der jeden Fleck Natur in Profit verwandele. Scharfsinnig findet der Rezensent, wie Malm die Natur vor diesen am Ende affirmativen Theorien retten will.
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