Deutschland tut etwas in Sachen Umweltschutz? Wir sind auf dem richtigen Weg? Von wegen! Während uns Politik und Wirtschaft mit sogenannter Umweltpolitik von Elektroauto bis Energiewende Sand in die Augen streuen, bleiben die dringendsten Reformen auf der Strecke. Schmidt-Bleek zeigt: Wir laufen in die falsche Richtung, und Politik und Wirtschaft führen uns immer weiter in die Irre. Er weiß aber auch: Wir können noch umkehren. Und er erklärt uns wie. Ein Pionier der Umweltforschung, mahnt er seit Langem: Wir brauchen eine Ressourcenwende, wenn wir auf diesem Planeten eine Zukunft haben wollen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2014
Stefan Dietrich lässt sich nicht beirren von Wissenschaftlern wie dem Umweltforscher Friedrich Schmidt-Bleek. Die Fausthiebe in diesem Buch pariert er, indem er Schmidt-Bleek dieselbe Einäugigkeit und Technokratie unterstellt, die der Autor kritisiert, wenn er unseren Weg in die Nachhaltigkeit, Energiewende, E-Autos einfach als nutzlos beziehungsweise im Sinne einer realistischen Umweltpolitik als kontraproduktiv abbügelt. Die vom Autor stattdessen geforderte "Ressourcenwende", die Reduktion des verschwenderischen Umgangs mit Sand, Luft, Wasser, Bäumen, Flächen etc. scheint Dietrich zwar verblüffend, berechtigt aber findet er sie nicht. Ressourceneffizienz sei immerhin längst ein Thema, meint er und erkennt, worauf der Autor es wirklich absieht: auf unser konsumorientiertes Wirtschaftssystem.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2014
Das Buch erörtert längst nicht alle Folgefragen, die sich für Felix Ekardt beim Lesen ergeben. Auch Friedrich Schmidt-Bleeks Meinung, der Klimawandel lasse sich auf technischem Weg lösen, möchte der Rezensent nicht teilen. Er empfiehlt stattdessen Verhaltenswandel und Abschied von der Wachstumsgesellschaft. Was der Autor über die unzulässige Verengung des Umweltschutzes auf den Klimaschutz zu sagen hat, über Irrwege beim Biosprit und beim Elektroauto und über die Augenwischerei bei Emissionsreduktionen, stößt bei Ekardt allerdings auf offen Ohren. Und die von Schmidt-Bleek geforderte Gesamtumweltbilanz erscheint dem Rezensenten sinnvoll, wenn auch nicht ausreichend.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…