Mit "Haus ohne Türen" öffnet Andreas Unterweger die Pforten zu seiner lyrischen Welt. In seinem ersten Gedichtband reisen die Zeilen von Graz bis in fern gelegene Länder, und ganz gleich, wo sie landen, sie haben ihr Zuhause in der Sprache. Andreas Unterweger betritt entschieden die Räume des Politischen, tritt in Dialog mit literarischen Größen, schreibt über die glückliche Liebe und die schmerzvoll unerwiderte oder vergangene, es geht um Elternschaft und Familie, den besonderen Blick für Alltagsschnipsel und feine Betrachtungen der Natur.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 20.02.2025
Rezensent Björn Hayer hat nur sehr wenig auszusetzen am neuen Gedichtband von Andreas Unterweger, dessen lyrische Miniaturen über Liebe, Verlust und Tod ihn mitten ins Herz treffen. "Du schreibst 'in Liebe', aber nicht in Liebe" heißt es etwa in einem Gedicht über eine Trennung, und der Kritiker spürt nicht nur hier die Expressivität und Zwiespältigkeit, zu der der österreichische Dichter fähig ist. Auch jenseits zwischenmenschlicher Beziehungen, etwa wenn es um "unzureichende Gedenkkultur" geht oder Unterweger eine Hommage an die Band Nirvana schreibt, fühlt der Rezensent die Traurigkeit, die Melancholie, aber auch die Ironie, die Unterwegers Gedichte auszeichnen. Dass es weder kompositorisch noch stilistisch eine gewisse Stringenz gibt, findet der Kritiker - auch wenn die Gedichte durchaus allein bestehen könnten - schade.
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