Prinz Franz will heiraten und zieht durch sein Land, um eine Frau zu suchen. Und die Schnuckis werfen sich in Schale, um ihm zu gefallen. Prinz Franz jedoch scheint nur Augen für Gerda zu haben. Was aber weder Gerda noch die Schnuckis wissen: Franz kann sie gar nicht richtig sehen. Bei der Hochzeit kommt die Stunde der Wahrheit: Franz` Großmutter reicht ihm am Altar seine Brille ... Eine Liebesgeschichte wie aus einem Bilderbuch.
Von dieser "hoch allegorischen Bildergeschichte", die uns Botschaften aus dem Reich der Wiederkäuer sendet, ist Siggi Seuss ziemlich angetan. Vor allem liegt das an der "Dramaturgie von Form und Farbe, von Reim und Rhythmus", die zusammen eine Melodie ergeben, an der sich Seuss gar nicht satthören will. Eine Harmonie muss das sein! Dass Seuss ganz poetisch wird, um uns das Buch schmackhaft zu machen: die Liebesgeschichte vom Wildschaf Franz, lesen wir, komme nicht nur mit "fröhlich-flutschigen Paarreimen" daher, sondern - und das ist des Guten beinahe zuviel - zudem in "rosablass-blaukuschelschäfchenweißen Bildern"!
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