Annette Mingels

Was alles war

Roman
Cover: Was alles war
Albrecht Knaus Verlag, München 2017
ISBN 9783813507553
Gebunden, 288 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Für ihre Eltern war Susa das lange ersehnte Kind, es fehlte ihr an nichts. Dass sie adoptiert wurde, hat sie nie gestört. Als erwachsene Frau verspürt sie zwar eine leichte Neugier auf die leibliche Mutter, aber als sie Viola kennenlernt, ist diese für sie eine Fremde. Doch das Treffen setzt mehr in Bewegung als vermutet. Die Frage, was Familie eigentlich ausmacht, erhält für Susa eine neue Bedeutung, auch, weil sie sich in Henryk verliebt, der zwei Töchter mit in die Beziehung bringt. In ihrem neuen Roman begibt sich Annette Mingels literarisch auf die Spur unseres prägendsten und faszinierendsten Beziehungsgeflechts: der Familie.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.05.2017

Susanne Lenz imponiert das behutsam abwägende Erzählen von Annette Mingels. Wie Mingels in ihrem Roman das Thema Adoption und Familie angeht, undramatisch, rational, scheint ihr angemessen. Das Auf und Ab der Gefühle der adoptierten Heldin, die spät ihre Halbbrüder kennenlernt, findet Lenz im Text gut abgebildet. Das Thema der Beziehung zwischen Eltern und Kind und die Frage, was Blutsbande sind, scheint ihr anregend behandelt. Es ist sicher tröstlich, als selbst Betroffene darüber zu lesen, vermutet die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2017

Dass Annette Mingels über die Liebe in all ihren Facetten schreiben kann, hat sie in vergangenen Romanen und Erzählungen längst bewiesen, meint Rezensentin Anja Hirsch. Ihr neuer Roman aber, der von der adoptierten Susa, die ihre leibliche Mutter erst im Erwachsenenalter kennenlernt, erzählt, ist schlicht ein "Meisterwerk", versichert die Kritikerin: Wie Mingels von den Unsicherheiten zwischen Mutter und Tochter, aber auch von Susas Beziehung mit dem Witwer Henryk und dem Zusammenleben mit dessen beiden Töchtern erzählt, findet Hirsch spannend, dynamisch und "souverän". Vor allem bewundert sie, wie die Autorin ihr üppiges Figurenensemble mit nur wenigen Strichen charakterisiert und aus verschiedenen Perspektiven lebendig werden lässt. Mit ihrem erstaunlichen Bewusstsein für das Seelenleben und einer Prise Slapstick führt Mingels den Familienroman in die Gegenwart, schwärmt die Rezensentin.

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