Annette Rümmele

Wie meine Oma mir beibrachte, ohne Augen zu sehen

Cover: Wie meine Oma mir beibrachte, ohne Augen zu sehen
Bübül Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783946807414
Kartoniert, 46 Seiten, 12,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Tobias Rümmele. Eine Erzählung für Alt und Jung, Leseanfänger*innen und Betreuer*innen, plus Spielideen. Rieke ist als Kind gern und oft bei ihrer Großmutter. Sie spielt bei ihr, hört ihre Geschichten, sie schaut zu, wie sie im Ofen das Feuer anmacht oder das gemeinsame Frühstück zubereitet. Erst allmählich begreift sie, was ihre Eltern ihr sagen, als sie vielleicht fünf Jahre alt ist: dass ihre Oma blind ist. Für Rieke, die sich ihrer Großmutter sehr nahe fühlt, beginnt eine tastende Auseinandersetzung mit all ihren Sinnen. Als Rieke in der Schule das Lesen lernt, verändert sich ihr Verhältnis, und noch einmal mehr, als Rieke einen schweren Unfall erlebt. Tobias Rümmele hat die Geschichte mit seinen Bildern begleitet.Im Anhang findet sich das "plus": Spielideen rund um die Wörter in der Geschichte, die fünf Sinne und die Erinnerung. Dazu gibt es ein eigelegtes Buchstabendominospiel, bei dem man die Blindenschrift Braille kennenlernt.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 12.03.2021

Rezensentin Silke Behling ist berührt von Annette Rümmeles Buch, in dem die promovierte Psychologin auf autobiografischer Basis von einem Mädchen erzählt, das mit seiner blinden Großmutter aufwächst und die Welt der Sinne neu entdeckt. Behling ist beeindruckt davon, wieviel die Autorin auf nur 29 Seiten über dieses Zusammenleben vermittle und auch darüber, eine körperliche Einschränkung wertzuschätzen - vieles "sieht" die blinde Großmutter vor allen anderen. Rümmeles persönliches Interesse an der Kooperation mit eingeschränkten Menschen werde auch im dem Buch angehängten Spiel deutlich, in dem blinde und sehende Kinder gemeinsam die Brailleschrift entdecken könnten, zitiert Behling die Autorin. Das Buch sei aber genauso an Erwachsene gerichtet, meint sie.

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