Aus dem Italienischen von Barbara Schaden. Ein frischer Blick auf "La bella Germania": ein "Land, das mich beeindruckt und berührt, ein ernstes, von der eigenen Geschichte gequältes Land". Eine italienische Perspektive, die den Deutschen hilft, sich selbst besser zu verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.03.2004
Eugenie Bott hat voller Vergnügen einem Frühjahrsputz in der Kammer der verstaubten gegenseitigen Vorurteile von Deutschen und Italienern beigewohnt. Sandalen und heiliger Ernst? Versace und Pomade? Antonella Romeo räumt tüchtig auf und hat der Rezensentin zudem die Erkenntnis beschert, dass die nationalen Klischees weiter zurückdatieren als der moderne Tourismus. Bott bedankt sich mit einem Lob auf der ganzen Linie: Romeo verfüge über einen scharfen Blick und eine "angenehm flüssige Sprache" und schaffe es gar, mit der Einladung zum Schmunzeln über die eigenen Vorurteile Hoffnung zu säen: "dass die Gegenwart in der Lage ist, die alten Geschichten zu überlagern".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…