Aus dem Polnischen von Bernard Wiaderny. Zwei polnische Zeithistoriker schildern die jüngste Geschichte ihres Landes vom deutschen Überfall 1939 bis zur Gegenwart. Andrzej Friszke und Antoni Dudek sind nicht nur namhafte polnische Historiker, sondern auch Zeitzeugen und scharfe Beobachter der aktuellen politischen Entwicklung ihres Landes. Mit dem Schwerpunkt auf Politik- und Sozialgeschichte geben sie einen Überblick über die Geschicke des Landes, beginnend mit der Zeit der deutschen Besatzung Polens, und die Etablierung des kommunistischen Systems. Die Rolle der Opposition und der katholischen Kirche in der Volksrepublik, die Entstehung der Gewerkschaft "Solidarność" (an der Friszke aktiv beteiligt war) sowie die politische Transformation seit 1989 werden breit behandelt. Besonderen Wert gewinnt das Buch durch die Berücksichtigung der zeithistorisch bislang kaum erfassten 2000er Jahre.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.08.2022
Laut Rezensent Thomas Urban erklärt das Buch der polnischen Historiker Andrzej Friszke und Antoni Dudek deutschen Lesern, wie die polnische Gesellschaft das wurde, was sie ist. Abgesehen von einigen für deutsche Leser überflüssigen Quellenangaben, einem Zuviel an politischen Nebenfiguren und einer teilweise etwas trockenen protokollarischen Darstellung eher nebensächlicher politischer Entscheidungen gefällt Urban das Buch mit seiner sachlichen Sprache. Besonders die Kapitel über den sowjetischen Terror in Ostpolen und die stalinistische Nachkriegszeit scheinen Urban lesenswert. Ein Porträt Walesas bringt Farbe hinein, meint er.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…