Tierkinder lösen Beschützerinstinkte aus. Sie sind noch ungelenk und verletzlich, wirken scheu und vorsichtig und können doch gleichzeitig richtige Draufgänger sein. Das wissen nicht zuletzt Tiermütter, die ihren Nachwuchs deshalb ständig im Auge behalten müssen. In drei Kapiteln widmen sich Anup und Manoj Shah Tiermüttern und ihren Jungen. Sie beobachten, wie die Tierkinder das Licht der Welt erblicken und ihre ersten Schritte ins Leben tun, wie sie gesäugt werden und wie sie zum ersten Mal selbstständig Nahrung finden, wie sie im Spiel erlernen, Beute zu erlegen oder rechtzeitig die Flucht zu ergreifen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2004
Nach Meinung der Rezensentin Julia Sohnemann ist dieser Fotoband über die Mutter-Kind-Bindung bei Tieren ein ausgesprochen beeindruckendes Dokument - auch wenn sie leise kritisiert, dass an etlichen Stellen den Tieren unreflektiert menschliche Gefühlsregungen unterstellt werden. Das trägt zwar nach Sohnemanns Meinung dazu bei, den Betrachter "mit Text und Bildern tiefer in das Buch zu ziehen" - doch eine wissenschaftliche Grundlage gibt es dafür oft nicht. Trotzdem schmälert das in den Augen der Rezensentin den Wert des Buches kaum. Beeindruckend ist vor allem "die Beobachtungsgabe und Verbundenheit des Fotografen mit den Tieren". Bei dieser jahrelang angebahnten Arbeit sind Fotos entstanden, die "für sich selbst sprechen". Die Kontextualisierungen der Situationen, in denen die Bilder entstanden sind, lassen "die Bilder über eine Momentaufnahme hinaus zu einer Darstellung der Gefühlswelt der Tiere werden".
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