Aus dem Schwedischen von Paul Berf. Neben anatomischen Feldstudien und einer Exkursion ins Innere des menschlichen Schädels stehen Kindheitserinnerungen, "Bulletins aus der Geschichte des Herzens" und eine "Liebeserklärung an Fräulein Uhr". So entsteht Literatur, die das scheinbar Disparate und Gegensätzliche zusammenbringt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.04.2009
Fasziniert hat Lothar Müller in den Essays, Kindheitserinnerungen, Gedichten und Aphorismen von Aris Fioretos gelesen und attestiert dem schwedischen Autor mit griechisch-österreichischen Wurzeln eine "fixe Idee": Dass nämlich die Literatur nicht nur den Geist des Menschen, sondern auch seinen Körper mit Macht erfasst wie ein "epileptischer Anfall", erklärt der Rezensent. Wenn der Autor seine literarischen Vorbilder wie Baudelaire, Poe oder Benjamin ehrt, tritt Aris für den Geschmack Müllers zu stark in die Rolle des ehrfürchtigen Lesers. Dass allerdings sieht der Rezensent dann wettgemacht, wenn der Autor seiner Idee fixe hartnäckig und in allerlei kuriosen Gebieten nachgeht.
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