Droemer Knaur Verlag, München 2026
ISBN
9783426570722 Gebunden, 208 Seiten, 22,00
EUR
Klappentext
Die rechtskonservative Wende ist Realität geworden - und das ganz ohne die AfD: ein hartes Grenzregime, die Herabwürdigung der sozial Schwächeren, ein Ende des Klimaschutzes und eine Politik der Angst. Arne Semsrott fordert: Gerade jetzt gilt es, wieder in die Offensive zu kommen und Widerstand zu leisten, damit unsere Demokratie offen, vielfältig und lebenswert bleibt und sich nicht von Pessimismus und Verlustängsten treiben lässt. Dieses Buch zeigt, dass jede*r aktiv werden kann, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen: Wir erfahren, was Gesundheitsstreiks bewirken, welche Verantwortung der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat und wie die kollektive Anstrengung von Bürgerräten, Jugendorganisationen, Flüchtlingsräten und zivilgesellschaftlichen Organisationen den Funken für einen progressiven Wandel entzünden kann. Ein Plädoyer für eine politische Vision voller Optimismus, Vielfalt und Tatkraft.
Der Aktivist Arne Semsrott, Gründer der Initiative "fragdenstaat.de" wäre neulich fast auf Druck der AfD in Magdeburg an der Lesung aus seinem neuen Buch gehindert worden - aber dann hat's doch noch geklappt, und er durfte sogar mit der Oberbürgermeisterin plaudern. Semsrott fordert die Öffentlichkeit auf, sich von der Fixierung auf die AfD zu lösen, "um wieder in die Offensive zu kommen. Nicht nur gegen die, sondern für etwas." Sein Rezept: die "Zivilgesellschaft". Im Gespräch mit Gareth Joswig von der taz erläutert er: "Zivilgesellschaft ist der Raum, wo abseits der Parteipolitik politische Auseinandersetzung stattfindet. Wenn wir uns das letzte Jahrzehnt anschauen, ist in Deutschland die Zivilgesellschaft so aktiv wie nie gewesen: Wir hatten mit dem Sommer der Migration 2015 eine riesige Bürgerrechtsbewegung, wir hatten 'Unteilbar', 'Fridays for Future', antirassistische Proteste und 2024 die größten Proteste überhaupt, auch die vielen CSDs zähle ich dazu. Aber natürlich sind auch Teile der Zivilgesellschaft von rechts mobilisiert und ebenso gibt es Versuche von Rechtsextremen, in den vorpolitischen Raum vorzudringen." Unser Resümee
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