Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.11.2006
Der bisherige Leser von Arno Schmidts "Schwarze Spiegel" musste schon über ein ungeheures bildungsbürgerliches Universalwissen verfügen, um die vielen Anspielungen, unausgewiesenen Zitate und das Spezialwissen zu verschiedenen Disziplinen zu entschlüsseln, das der Autor darin untergebracht hat, meint Georg Klein. Deshalb findet er es außerordentlich begrüßenswert, dass die Neuausgabe von "Schwarze Spiegel" einen so ausführlichen und kaum eine Frage offen lassenden Kommentar bietet. Etwas erstaunt hat es ihn allerdings schon, dass der Kommentator Oliver Jahn es für nötig hält, seiner modernen Leserschaft auch Begriffe wie "Vagant" oder "Karawanserei" oder literarische Figuren wie Robinson erklären zu müssen. Die Erzählung um einen vereinsamten Überlebenden eines Atomkriegs jedenfalls, der unverhofft doch noch auf eine weitere Überlebende stößt, findet der Rezensent auch über 50 Jahre nach ihrer Entstehung noch "hinreißend". Das Buch selbst sei nicht weniger als ein "sprachliches "Meisterwerk".
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