Im Sommer 2015 katalogisiert der Student Gero Warnecke einen großen Stapel Gedenkanzeigen, die ein anonymer Sammler an die Universität geschickt hat. Fast alle sind mit dem Eisernen Kreuz versehen - Gedenksteine aus Zeitungen. Wer gibt so lange nach den beiden Weltkriegen solche Anzeigen auf? Gero wird hineingezogen in eine Welt sinnloser Grausamkeit und verliert zunehmend die wissenschaftliche Distanz zu seiner Arbeit. Die Namen der Toten und ihre Grabsteine rufen ihm die dringende Mahnung zu: Nie wieder Krieg!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2016
Als Plädoyer für Frieden liest Rezensent Jan Russezki Arno Surminskis Buch. Als Roman funktioniert der Text für ihn allerdings weniger, eher als Sammlung von Lebens- und Todesgeschichten hinter den vom Protagonisten zu archivierenden Gedenkanzeigen aus dem Krieg. Die behandelt der Autor unpathetisch und genau. Die Handlung selbst wirkt auf Russezki allerdings fadenscheinig und die sprachlichen Mittel abgegriffen. Viel interessanter scheint ihm der historische Kontext der Anzeigen aus dem persönlichen Archiv des Autors zu sein. Daraus hätte ein spannendes Sachbuch werden können, meint der Rezensent.
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