Mit der erstmals übersetzten Erzählung "Der verlorene Club". Aus dem Englischen übersetzt, mit einem Nachwort sowie einer Einführung zur Werkausgabe versehen von Joachim Kalka Der immer wieder vergessene, immer wieder zu entdeckende walisische Schriftsteller Arthur Machen (sprich: "Mecken") hat ein umfangreiches Werk hinterlassen, das Texte von großer Originalität und starkem Reiz umfasst. Sie werden meist in die Kategorie "Horror" eingeordnet - nicht zu Unrecht, und doch gehören sie in einen größeren Kontext. An Machens Werk lässt sich die ästhetische Seite der Mystik studieren. Als Leser wird man nur schwer die überwältigenden Visionen vergessen können, die Landschaft und Literatur Machens Protagonisten zuteil werden lassen, an deren Innerstes sie rühren. Die von Joachim Kalka auf der Grundlage seiner 1992 bis 1995 erschienenen Übersetzung erstellte neue Werkausgabe versammelt die bedeutendsten Erzähltexte Machens. Sie fügt der alten Edition einige neue Texte hinzu; so erscheint in diesem Band die Erzählung "The Lost Club" (1934) zum ersten Male auf Deutsch, in dem die Figuren des unheimlichen Episodenromans "Die drei Häscher" ("The Three Impostors", 1895) wieder auftreten.
Rezensent Tim Caspar Boehme entdeckt den walisischen Schriftsteller Arthur Machen in der Übersetzung von Joachim Kalka. Der Roman um zwei Flaneure auf den Spuren von auf den Straßen Londons kursierenden Schauergeschichten überzeugt Boehme durch Plastizität, einen kühlen Ton und Beschreibungen der walisischen Landschaft. Machens Beschäftigung mit Mystik ist für Boehme im Text erkennbar. Mit seinem Drift ins Fantastische scheint ihm der Autor den britischen Exzentrikern zugehörig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2020
Elmar Schenkel dankt Joachim Kalka für seine Bemühungen um den Walliser Schriftsteller Arthur Machen, einem eher unbekannten Meister des Horrors, der Schenkel an Poe, Stevenson, Meyrink und Kafka erinnert. Der erste Band der von Kalka besorgten Werkausgabe führt den Rezensenten "im Zeichen von Boheme und Dekadenz" ins London nächtlicher Verwandlungen und Albträume. Der Roman erscheint ihm als Ausbund von ineinander verschachtelten Geschichten um Codes, unbekannte Sprachen und Folterfantasien. Als Flaneur durch das finstere London fühlt sich Schenkel bald selbst als Fledermaus.
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