Simon Raven

Blast nun zum Rückzug: Almosen fürs Vergessen, Band 2

Roman
Cover: Blast nun zum Rückzug: Almosen fürs Vergessen, Band 2
Elfenbein Verlag, Berlin 2021
ISBN 9783961600168
Gebunden, 264 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sabine Franke. Der Krieg ist aus, und den jungen Engländern liegt, so scheint es, die Welt zu Füßen. Peter Morrison, Sohn eines reichen Landbesitzers, hat sich aus hehren Motiven für eine Offiziersausbildung im fernen Bangalore entschieden. In der Indischen Armee will er seinem Land und seinem König für einige Jahre dienen - und etwas von der Welt sehen. Auf dem Truppenschiff "Georgic" trifft er auf zukünftige Kameraden, die es ebenfalls in die legendäre exotische Kolonie zieht. Doch finden sie dort nicht mehr die alten Hierarchien, das lässige Luxusleben und das unbeschwerte Abenteuer vor. Vielmehr kündigt sich überall das Ende der britischen Herrschaft und die Übergabe Indiens an die einheimische muslimische und hinduistische Bevölkerung an. Und so steht Peter und seinen Freunden an der Offiziersschule völlig überraschend ein Inder als Ausbilder gegenüber: der exzentrische und in jeder Hinsicht ungewöhnliche Hauptmann Gilzai Khan. Diesem gelingt es jedoch, die skeptischen Offiziersanwärter für sich zu gewinnen, so dass sie ihm selbst dann noch die Treue halten, als er bei der britischen Regierung in Delhi in Ungnade fällt und die Armee verlassen muss. Als eines Tages die Bahnstation von aufständischen Indern belagert wird und diese Aktion Gilzai Khans Handschrift trägt, steht Peter Morrison vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens. Simon Raven wirft in "Blast nun zum Rückzug" ein Schlaglicht auf die Kolonialgeschichte und nimmt dabei genüsslich die absurden und unrühmlichen Seiten des Armeelebens und der britischen Oberschicht in den Blick.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2021

Rezensent Gustav Seibt ist hin und weg auch von diesem dritten Roman aus dem zehnbändigen Zyklus "Almosen fürs Vergessen" des britischen Autors Simon Raven. Die Handlung spielt in Indien, kurz vor der Unabhängigkeit, drei britische Offiziere und ihr Ausbilder, ein säkularer Muslim spielen die Hauptrolle, erfahren wir. Alltagsdetails, "saftiger" Vordergrund, Homosexualität und Politik ergeben für den Rezensenten eine Mischung, die ihn bis zum Schluss in Atem hält. Und noch ein Hinweis: Den Roman kann man ohne Probleme separat lesen, ohne die anderen Bände der Reihe zu kennen, versichert Seibt.
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