Mit Illustrationen von Astrid Henn. Aufklärung kann ganz schön unangenehm sein - für Kinder und für Eltern gleichermaßen. Wie bringt man seinen Jüngsten ein derart wichtiges Thema nahe, ohne peinlich zu sein und gleichzeitig ernst genommen zu werden? Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Marc-Uwe Kling erzählt in dieser Geschichte für Jung und Alt, wie es der bekannten Familie eben so gar nicht gelingt, ihre jugendliche Tochter Luisa unverkrampft auf die erste sexuelle Liebe vorzubereiten. Und ganz nebenbei gelingt ihm dadurch, woran diese Familie scheitert - auf unterhaltsame und lockere Art und Weise ein Thema zu vermitteln, das uns alle etwas angeht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.08.2021
Obwohl es Rezensentin Roswitha Budeus-Budde bei einem einfachen Resümee belässt, ahnen wir doch, dass sie sich ein Lachen hier und da nicht verkneifen kann. Etwa, wenn der Familienvater in Marc-Uwe Klings neuem Buch verzweifelt und peinlichst berührt zur Stecker-Steckdose-Allegorie greift, um den sexuellen Akt zu erklären. Wenn die Großeltern vom geheimen Sexleben der spießigen Tante berichten. Oder wenn die kleinste Tochter Tiffany entrüstet fragt, ob die Eltern "etwa auch nochmal Sex haben" würden. Marc-Uwe Kling behandelt ein "heikles" Thema auf humorvolle Weise, indem er drei Generationen darüber sprechen lässt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.05.2021
Rezensentin Kim Kindermann empfiehlt Eltern das Kinderbuch von Marc-Uwe Kling, damit es mit der Aufklärung besser klappt. Doch nicht nur aufklärerisch ist das Buch um ein romantisches Wochenende zweier Teenager, sondern auch lustig, versichert Kindermann. Der Witz ist, dass ein vom Vater in der Geschichte eigentlich eher verdruckst behandeltes Thema schließlich zum Anlass für ein großes Palaver über Sexualmoral, Heteronormativität und wandernde Eizellen wird. Kurzweilig, findet Kindermann, auch wegen Astrid Henns Illustrationen.
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