Aus dem Englischen von Susanne Röckel. Die Medizin scheint über Krankheit und Tod zu triumphieren, doch sterben wir so trostlos wie nie zuvor. Der Bestsellerautor und renommierte Arzt Atul Gawande schreibt über das, was am Ende unseres Lebens wirklich zählt. Ungewöhnlich offen spricht er darüber, was es bedeutet, alt zu werden, wie man mit Gebrechen und Krankheiten umgehen kann und was wir an unserem System ändern müssen, um unser Leben würdevoll zu Ende zu bringen.
Man sollte Atul Gawandes Buch lesen, findet Pia Heinemann, und zwar sofort. Es helfe dabei, "die richtigen Fragen zu stellen und Antworten zu finden", was die Themen Altern und Sterben betrifft. In Heinemanns Besprechung wird nicht immer ganz deutlich, welches ihre eigenen Gedanken sind und welches die des US-amerikanischen Chirurgen und Autors mit indischen Wurzeln, doch letztlich deutet das nur darauf hin, wie einverstanden die Rezensentin mit den Überlegungen Gawandes ist. Der erzähle schonungslos davon, wie der menschliche Körper mit fortschreitendem Alter abbaue, führe aus, wie sich der Umgang mit betagten Familienangehörigen im Laufe der Jahrhunderte verändert habe und berichte von seinem eigenen Großvater, dessen Verfall noch durch die Unterstützung der Verwandten aufgefangen worden sei. Inzwischen sei das anders: "Wir haben das Altern verlernt", ist laut Heinemann eine Quintessenz aus Gawandes Buch.
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