Mit 107 Farbtafeln und 9 Abbildungen. Mit seinen erotischen Aktstudien und Aquarellen vollzog Auguste Rodin (1840-1917) in seinen letzten beiden Lebensjahrzehnten den entscheidenden künstlerischen Schritt in die Moderne und machte sich völlig unabhängig von herrschenden Schönheitsidealen und Moralvorstellungen. Zeitgenossen wie Rilke und Paul Klee erkannten die revolutionäre künstlerische Qualität der Zeichnungen sofort, Harry Graf Keßler musste aber ihre Ausstellung 1906 in Weimar mit seiner Entlassung als Leiter des großherzoglichen Museums bezahlen. In ihrem einführenden Essay beschreibt die Kunsthistorikerin Anne-Marie Bonnet die Entstehungsbedingungen dieser Meisterwerke und ihren Einfluss auf die Avantgarde-Künstler des 20. Jahrhunderts.
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