Die deutsche Arbeiterbewegung hat die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts maßgeblich mitgestaltet. Sie begann 1832 mit der Gründung des Deutschen Volksvereins. Und sie endete - jedenfalls als politische Bewegung - in der DDR mit der Niederschlagung des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953, in der Bundesrepublik im Jahr 1959, als sich die SPD mit dem Godesberger Programm von der Arbeiter- zur Volkspartei wandelte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.02.2005
Den eigenen Anspruch, eine objektivere und damit innovative Sicht auf die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung zu werfen, hat Axel Kuhn "insgesamt nicht erfüllt", meint Wolfgang Kruse. Zwar sei die Einführung "gut lesbar, informativ und teilweise anregend", doch beschränkt sie sich zu sehr auf die Parteien, die Gewerkschaftsbewegung kommt nur vereinzelt vor, und dann mit "teilweise schiefen Einordnungen". Kruse vermisst etwa ein paar Worte zur Entwicklung der Gewerkschaften von Berufs- zu Industrieverbänden. Kuhn falle mit seinem verengten, parteizentrierten Blick hinter den Forschungsstand zurück, der sich schon länger um eine Verbindung der sozial-, kultur- und politikgeschichtlichen Fragen bemüht, bemängelt der Rezensent. Ärgerlich findet er außerdem, dass der Autor diesen Mangel durch "besonders pointierte" oder auch verallgemeinernde Urteile auszugleichen versucht, was der wissenschaftlichen Genauigkeit nicht eben dienlich ist.
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