Ben Ansell (Hg.)

Warum Politik so oft versagt

Und warum das besser wird, wenn wir unseren Egoismus überwinden
Cover: Warum Politik so oft versagt
Siedler Verlag, München 2024
ISBN 9783827501851
Gebunden, 480 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Gisela Fichtl. Wie wir uns selbst und unsere politischen Institutionen verändern müssen, um unsere gemeinschaftlichen Ziele zu erreichen. Klimawandel, Armut, Kriege: Wir wissen ziemlich genau, was die größten Gefahren für uns als Gesellschaft sind und wie wir sie lösen könnten - und dennoch enttäuscht unsere Politik uns immer wieder. In seiner brillanten Analyse zeigt der britische Politikprofessor Ben Ansell, warum Politik so oft scheitert. Wir sind in fünf großen politischen Fallen gefangen: Denn als Kollektiv feiern wir einerseits die Ideale von Demokratie, Gleichheit, Solidarität, Sicherheit und Wohlstand - aber als egoistische Individuen handeln wir täglich dagegen. Wir wollen Gleichheit, aber unseren eigenen Wohlstand nicht antasten. Wir streben nach Sicherheit, aber nur, wenn sie unsere Freiheit nicht einschränkt. An vielen Beispielen - von Klimahandeln bis zur Reichensteuer - zeigt Ben Ansell: Nur wenn wir unsere Uneinigkeit akzeptieren, unsere Institutionen erneuern und unsere sozialen Normen ändern, kann es uns gelingen, unsere politischen Versprechen wirksamer und stabiler zu machen und die fünf zentralen Herausforderungen der Politik zu überwinden.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 02.08.2024

Rezensent Matthias Bertsch erfährt im Buch des Politologen Ben Ansell allerhand über politische Strategien im Umgang mit Krisen und warum sie nicht funktionieren. Als Grund macht der Autor laut Bertsch den Egoismus des Einzelnen aus. Auch wenn die Lösungen oft durchaus klar sind, gelingt es der Menschheit nicht, den entsprechenden Weg zu gehen, Stichwort: Klimakrise. Referenzrahmen des Autors ist allerdings immer die Politische Ökonomie, merkt Bertsch an. Gut gefällt ihm die Art und Weise, wie der Autor die jeweilige Falle aufzeigt, in die uns der Egoismus führt. Neue Lösungen, wie der Untertitel verspricht, bietet er aber nicht an, so Bertsch etwas enttäuscht.

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