Paul Collier, John Kay

Das Ende der Gier

Wie der Individualismus unsere Gesellschaft zerreißt - und warum die Politik wieder dem Zusammenhalt dienen muss
Cover: Das Ende der Gier
Siedler Verlag, München 2021
ISBN 9783827501424
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Thorsten Schmidt. Warum werden die demokratischen Gesellschaften der westlichen Welt in ihrem Kern immer weiter ausgehöhlt? Wie war es möglich, dass unter dem Firnis der Demokratie Extremismus und Populismus gedeihen? Die britischen Ökonomen Paul Collier und John Kay zeigen in ihrem Debattenbuch, wie der Ethos des extremen Individualismus unser Gemeinwesen zerrüttet - nicht nur durch das noch immer vorherrschende Ideal kapitalistischer Gewinnmaximierung und das Trugbild des Homo Oeconomicus, sondern vor allem durch die permanente Ausweitung individueller Rechte zulasten des Gemeinwohls. Sie führen vor, wohin die Gier des Einzelnen führen kann - und was politisch geschehen muss, um das Auseinanderbrechen der Gesellschaft zu verhindern.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2021

Das Buch der Ökonomen Paul Collier und John Kay scheint nicht nur aktuell, es zeigt laut Christoph Eisenring auch durchaus erhellend, wo die Ursachen der Erosion gesellschaftlichen Zusammenhalts (nicht nur in Großbritannien) liegen. Friedman und die Linke sind Schuld, lernt Eisenring. Allerdings scheinen ihm die Autoren allzu viel "zusammenzurühren", um ihre These vom grassierenden Egoismus zu illustrieren, so viel, dass der Rezensent schon Nostalgie am Werk sieht und eine gewisse Blauäugigkeit, etwa beim Vorschlag für eine sinnvolle Zonenrandförderung.

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