Der Nobelpreis ist die wohl größte Ehre, die Forscherinnen und Wissenschaftlern zuteil werden kann. Von 1901 bis 2021 gab es 218 Nobelpreisträger in der Physik. Doch warum wurden so wenige dieser Preise an Astrophysiker und Kosmologen vergeben? Warum gingen einige davon an die Falschen - und überhaupt nur vier an Frauen? Warum bekam Stephen Hawking nie einen Nobelpreis, warum wurde Albert Einstein wütend, als er einen bekam - und haben Sie je von dem belgischen Priester gehört, der den Urknall entdeckte? Ben Moore beantwortet nicht nur diese Fragen, sondern nimmt die Leser:innen auch mit auf eine Reise durch eine so bisher nie erzählte Geschichte unseres Universums. Er lenkt den Blick auf jene Leben, Schicksale und Entdeckungen von Forscherinnen und Forscher, die übergangen, übervorteilt oder schlichtweg vergessen wurden.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 24.11.2022
Rezensent Gerrit Stratmann war erstmal skeptisch: Was meint Ben Moore mit "Die Geschichte des Universums in 42 nie verliehenen Nobelpreisen"? Aber dann begriff er: Es geht in dem Buch um die schlappen 2000 Jahre vor dem Preis, der 1901 zum ersten Mal vergeben wurde. Stratmann ist deshalb auf das Angenehmste verblüfft. Nicht nur, weil Moore ihm erklärt, dass viele Nobelpreise auf frühere Entdeckungen zurückgehen, der Autor deshalb Fehlentscheidungen klar benennt, sondern weil er auch die vergessenen Frauen würdigt. Besonders gefällt Stratmann die von Moore erdachte Auszeichnung für das "schönste Experiment". Der lesenswerte Streifzug ist auch noch leicht und verständlich zu lesen, lobt er. Nahezu preiswürdig.
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