Ludwig Bamberger (1823-1899) war Revolutionär, Bankier, Berater - und später scharfer Kritiker - Bismarcks, Mitbegründer der Deutschen Bank und der Reichsbank.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.04.2000
Angetan berichtet Werner Bührer über dieses Buch, das eine exemplarische Biografie des 19. Jahrhunderts erzählt. Koehler sütze sich auf Bambergers gesammelte Schriften und Briefe, um seinen Weg vom Revolutionär des Jahres 1848 über das Exil zum Mitbegründer der Deutschen Bank und nationalliberalen Abgeordneten des Reichstags nachzuzeichnen. Bührer stellt fest, dass die Biografie mehr dem politischen und wirtschaftlichen Kopf gelte, nicht so sehr einer Geschichte seines privaten Lebens. Dennoch spürt der Rezensent viel Sympathie des Autors für seinen Gegenstand. Am Ende sei Bamberger von der politischen Entwicklung und aufkommendem Antisemitismus enttäuscht gewesen. Hier vermisst Bührer allerdings auch ein bisschen Kritik an der Mitverantwortung der Liberalen für die "politische Schwäche des Bürgertums" in Deutschland.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…