Alles Einhorn? Vom Wunderallheilmittel der Antike bis zum Symbol der Queer-Bewegung in der Moderne - eine spannende Reise durch die KulturgeschichteAus der Wunderkammer ins Kinderzimmer, vom christlichen Motiv zum Symbol der Queer-Bewegung: Das Einhorn fasziniert die Menschen seit jeher. Während es sich heute als fantastisches Motiv auf T-Shirts tummelt, bestand in der Antike und im Mittelalter kein Zweifel an seiner Existenz. Erst im 17. Jahrhundert wiesen es Naturforscher dem Reich der Fabeltiere zu. Bernd Roling und Julia Weitbrecht erzählen von der bewegten Geschichte des Einhorns. Sie führen uns durch Naturgeschichte und Medizin, Literatur und Kunst, aber auch durch die Medienlandschaft der Gegenwart. Auf unterhaltsame Art zeigen sie: Aus unserer Vorstellungswelt ist das Einhorn nicht wegzudenken - und seine Bedeutung erschöpft sich nicht in dem flauschigen Bild, das die Popkultur heute von ihm entwirft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2023
Einhörner haben den Mainstream nicht nur erreicht, sondern quasi durchschlagen, stellt Rezensentin Ursula Scheer fest. Naheliegend also, dass die beiden Sprach- und Literaturwissenschaftler Bernd Roling und Julia Weitbrecht nun ein Buch zur Rezeptionsgeschichte des Einhorns vorgelegt haben, findet sie: So ist zu lernen, dass das Einhorn als Mythos und Fabelwesen schon in der Antike Projektionsfläche menschlicher Hoffnungen und Wünsche nach Schutz war, später hat es dann als Symbol für Religion und Liebe fungiert. Das findet die Kritikerin in den historischen Kapiteln vor, die von einer für ihren Geschmack doch zu gezwungenen Einleitung begleitet werden und zwar interessante Ergebnisse liefern, wie, dass Isidor von Sevilla davon ausging, nur Jungfrauen könnten Einhörner überhaupt fangen, die aber mit dem 19. Jahrhundert allzu plötzlich aufhören. Scheer hätte sich mehr Erklärungen zur aktuellen Rezeption in verschiedensten Medienformaten gewünscht, aber trotzdem ein kenntnisreiches Buch, schließt sie.
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