Der Kleine Atlas der nie geschriebenen Bücher durchstreift auf der Suche nach ebendiesen Schriften der Weltliteratur die Jahrhunderte und schöpft dabei aus den Möglichkeiten der Literatur selbst. Hier ist nichts erfunden, auch wenn der Zufall Regie führt. Wer, wenn nicht ein Verleger, könnte diese Fundstücke aufzeichnen. Er, der oft und ohne Absicht Dinge verlegt und wiederfindet, die letzten Endes ihre Existenz dem Zufall verdanken. Mit erfundenen wie wahren Büchern aus der Feder von Montaigne und Thoreau, Irmgard Keun oder Stefan Zweig, Olympe de Gouges, Mary Shelley, Cyrano de Bergerac und anderen mehr.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2025
Rezensent Rainer Moritz kann bei diesem Essayband von Verleger Bernd Schuchter nur den Kopf schütteln: Die an sich interessante Idee, sich mit verschollenen und unveröffentlichten Manuskripten von Autoren wie Henry Thoreau, Stefan Zweig und Olympe de Gouges zu befassen, treibt bei ihm seltsame Blüten. Die Auswahl der Autoren scheint Moritz schon mal nicht zwingend, diverse Exkurse zu eher marginal wichtigen Personen gehen zu Lasten der Überlegungen zu den Manuskripten. Auch der Stil ist ihm zu flapsig und dabei mit reichlich Fehlern und Seltsamkeiten versehen. Den Hinweis "Lesen auf eigene Gefahr" sollte man ernst nehmen, schließt er.
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