"Seid einig!" war das Motto der Dollfuß-Schuschnigg-Diktatur - blanker Hohn angesichts einer in feindliche Lager gespaltenen Gesellschaft, angesichts von Bürgerkrieg und Attentaten. Der "Ständestaat" blieb von seiner Intention her nur Schimäre, das Unterfangen, die Souveränität Österreichs, des "besseren" deutschen Staates, zu erhalten, scheiterte. Es waren Jahre voller dramatische Ereignisse, die, wie Bertrand Michael Buchmann zeigt, wichtige Einblicke in die Mechanismen einer autoritären Staatsführung gewähren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2019
Michael Schrott erfährt beim österreichischen Historiker Bertrand Michael Buchmann, wie fragwürdig der Begriff "Austrofaschismus" ist und ob die Bezeichnung "Insel" für das Österreich zwischen 1933 und 1938 etwas taugt. Die Belege, die der Autor mittels Parlamentsprotokollen und Zeitungsartikeln für die damalige systematische "Ausschaltung" der Exekutive und der NS-Agitation liefert, scheinen Schrott überzeugend. Auch Dollfuß und Schuschnigg als Verkörperung des "Kleriko-Faschismus" kommen im Band ausgiebig vor, lässt Schrott uns wissen.
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